+
Weihe für den 29-Meter-Riesen: Gräfelfings Kaplan Martin Siodmok führt die traditionelle Zeremonie durch, Maifeier-Organisator Markus Feuerer hält das Weihwasser.

So wurde gefeiert

Ein Tag im Zeichen des Maibaums

  • schließen

Gleich sechs Gemeinden und Ortsteile im Würmtal haben in diesem Jahr einen neuen Maibaum aufgestellt. Geklaut wurde keiner – doch es war haarscharf.

Würmtal – Der Tag der Arbeit am 1. Mai ist in Bayern und im Würmtal ein besonderer Feiertag. Es finden Maifeiern statt, so weit das Auge reicht. Blasmusik spielt, Trachtenvereine tanzen, und natürlich gibt es viel zu essen und zu trinken. In diesem Jahr war der Anlass in einigen Gemeinden ein ganz besonderer: Es wurde mal wieder Zeit, einen neuen Maibaum aufzustellen.

Sechs neue Maibäume für das Würmtal

Planegg, Gräfelfing, Neuried, Gauting, Pentenried und Oberbrunn schmücken ihr Dorf in diesem Jahr mit einem neuen weiß-blauen Stangerl. Unter den Augen tausender Zuschauer wurden die Bäume am Montagvormittag aufgestellt. „Ich bin positiv überrascht, wie viele Menschen hier sind, obwohl unsere Nachbarn auch aufgestellt haben“, sagte Felix Lechner, Vorsitzender des Vereins „Maibaum Neuried“.

Auch auf dem Planegger Marktplatz konnte man sich über etliche Besucher und anfänglich gutes Wetter freuen. „Da macht’s natürlich mehr Spaß, ihn aufzustellen“, erklärte Josef Stöckl. Der Vorsitzende des Trachtenvereins D’Almarösler, der für das Aufstellen des Maibaums verantwortlich zeichnete, konnte außerdem einen weiteren Erfolg verbuchen. „Die Unterbrunner waren da und haben vergeblich versucht, unseren Baum zu klauen.“ Die Burschen aus dem Gautinger Ortsteil sind weit über die Grenzen des Würmtals hinaus berüchtigt für ihre Diebstähle. Den 29-Meter-Baum aus Planegg bekamen sie heuer nicht. Die Wache passte auf.

In Gauting und Oberbrunn brauchte es kräftige Arme

Mit Schwaiberln wurde der Maibaum in Oberbrunn aufgestellt

Aufgestellt wurden die Stangerl in Neuried, Planegg, Gräfelfing und Pentenried mithilfe eines Krans. Einzig in Gauting und dessen Ortsteil Oberbrunn stellten die Helfer auf traditionelle Art und Weise mit Schwaiberln und Muskelkraft auf. „Wir bekommen für ein traditionelles Aufstellen nicht genügend Leute zusammen“, sagte der Vorsitzende der Gräfelfinger Maibaumfreunde, Markus Feuerer. „Die heutige Generation hat nicht mehr so großes Interesse am Aufstellen, kommt aber gerne zum Mitfeiern“, meinte er lachend.

Und gefeiert wurde kräftig in den Würmtaler Gemeinden. „So soll es sein, damit alle eine Gaudi haben“, sagte Felix Lechner aus Neuried. Glücklicherweise hatten die Veranstalter daran gedacht, Zelte aufzubauen. So wurden die Besucher am Nachmittag wenigstens nicht nass, als doch noch der Regen einsetzte. Auch die freiwilligen Helfer konnten es sich dann ein paar Stunden gut gehen lassen. Monatelang liefen die Planungen und Arbeiten für den großen Tag. Da hatten sich die Freiwilligen durchaus ein bisschen Freizeit bei Bier und Bratwürsten verdient.

Fotostrecke: Die neuen Maibäume im Würmtal

Fotostrecke: Das sind die neuen Maibäume im Würmtal

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Krimi um Kraillinger Öl geht weiter
Der Streit um das tschechische Öl geht in die nächste Runde. Dieses hat Krailling zwar verlassen, ob es aber Tschechien gehört, ist weiter fraglich. Die Diskussion um …
Krimi um Kraillinger Öl geht weiter
Gemeinde erhöht die Grabgebühren
Die Bürger Kraillings müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Friedhofsgebühren einstellen.
Gemeinde erhöht die Grabgebühren
Der Wirt als Goggolori
Es ist eine Teufelsg’schicht. Wenn es im Forsthaus Kasten weihnachtet, dann gibt es nicht nur Punsch und Stollen. Dann rücken die Perchten an – von nah und fern. Und …
Der Wirt als Goggolori
„Man soll sich plagen müssen“
Kurt Diemberger, Erstbesteiger von zwei Achttausendern, hat dem Würmtal einen Besuch abgestattet. Und die Besucher im Gräfelfinger Bürgerhaus in seinen Bann gezogen.
„Man soll sich plagen müssen“

Kommentare