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Jeder Kilometer zählt: Im vergangen Jahr kamen in Krailling in drei Wochen 34.592 Radkilometer zusammen. Bürgermeisterin Christine Borst (li.), Umweltbeauftragte Susanne Brittinger und Wolfgang Lindner vom Team „Lindner’s IT Radler“ freuten sich darüber bei der Siegerehrung.

Aktion „Stadtradeln“

Das Würmtal radelt wieder

Zum zehnten Mal startet das bundesweite Klima-Bündnis heuer die Aktion „Stadtradeln“. Die Würmtal-Kommunen machen wieder mit und rühren schon die Werbetrommel.

Würmtal – Bis zum offiziellen Startschuss am 25. Juni ist es noch eine Weile hin. Doch die örtlichen Organisatoren der bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“ werben schon jetzt um Mitstreiter. Schließlich gilt es, möglichst viele Teilnehmer zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen und so im Idealfall den Preis für die „fahrradaktivste Kommune“ zu ergattern.

Ab dem Eröffnungstag sind die Teilnehmer dazu eingeladen, drei Wochen lang jeden Weg, beruflich wie privat, möglichst auf dem Drahtesel zurückzulegen. Innerhalb des Aktionszeitraums müssen deshalb möglichst viele Kilometer gesammelt und auf dem Online-Radelkalender oder der Stadtradeln-App gespeichert werden. Die Kommune, die im Vergleich zu ihrer Einwohnerzahl die meisten Radkilometer sammelt, gewinnt. Prämiert wird die Fahrradaktivste Kommune auf Bundes- und auf Landesebene.

Die Gräfelfinger Klimaschutzbeauftragte Sabrina Schröpfer ist begeistert: „Ich möchte auch dieses Jahr wieder möglichst viele Teilnehmer motivieren, für eine Weile auf das Fahrrad umzusteigen. Es ist einfach eine tolle Aktion, die wir unbedingt unterstützen müssen.“ Gräfelfing nimmt zum vierten Mal am Stadtradeln teil. Zum Schluss prämiert die Gemeinde den besten Einzelfahrer, der die meisten Kilometer gefahren ist und zum ersten Mal auch einen Gräfelfinger Radlstar. Hier kommt es nicht auf Quantität, sondern auf die Qualität an, denn Radlstar wird, wer eine besondere Leistung im Radverkehr erbringt, selbst komplett aufs Fahrrad umsteigt oder viele Freunde und Bekannte animieren kann.

Auch in Neuried steigt das Interesse der Bürger am Stadtradeln kontinuierlich. Mehr als einen Monat vor dem Start der Aktion haben sich bereits die ersten Teilnehmer auf der Internetplattform angemeldet. Die Gruppe „Grünes Trikot“ und die Teams der Pfarrei St. Nikolaus und der Musikschule Neuried etwa stehen schon in den Startlöchern.

Auch die Organisatoren im Kraillinger Rathaus haben sich schon Gedanken gemacht, wie man das Radfahren noch spannender gestalten könnte. Sie bewerben etwa das Kraillinger Kult-Art-Festival, das vom 30. Juni bis 2. Juli stattfindet, als lohnenswertes Ausflugsziel.

Planegg war im Würmtal in den letzten Jahren stets ganz weit vorne beim Stadtradeln. Auch dank des kommunalen Mobilitätsbeauftragten, dem SPD-Gemeinderat Roman Brugger, einem begeisterten Radfahrer, der unermüdlich für die Fortbewegung ohne Auto wirbt. Er erläutert, was bei der gemeinsamen Auftaktveranstaltung der Würmtal-Gemeinden am Nachmittag des 25. Juni auf dem Planegger Marktplatz geboten sein wird: „Die Polizei demonstriert die Gefahren des toten Winkels für Radfahrer und es gibt ein Verkehrsquiz des ADFC. Die Teilnehmer können außerdem das ,Slow-Biking’ ausprobieren und dabei eine elf Meter lange Strecke möglichst langsam zurücklegen.“ Zuvor, um Punkt 11 Uhr, fällt vor dem Gautinger Rathaus der offizielle Startschuss für das diesjährige Stadtradeln. Dann macht sich ein großer Rad-Konvoi, dem sich unterwegs auch die Bürgermeister anschließen, auf den Weg durch die Würmtal-Gemeinden zum Planegger Marktplatz.

Die Teilnahme am Stadtradeln ist ganz einfach. Interessenten müssen sich lediglich im Internet unter www.stadtradeln.de registrieren und selbst ein Team anmelden oder sich einem bestehenden Team zuordnen. Dann können sie vom 25. Juni bis zum 15. Juli für ihr Team und ihre Gemeinde Kilometer sammeln. Während dieser Zeit besteht auch die Möglichkeit, für Radfahrer kritische Stellen über die Meldeplattform RADar an die Gemeindeverwaltung weiterzuleiten. So können die markierten Orte entschärft und sicheres Radfahren in Zukunft gewährleistet werden.

Sabrina Graf

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