Autofahrer versucht, Polizisten in Washington zu überfahren

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„Junge Eltern erkennen ihre Vorbildfunktion“: Simon Rhode vom Fahrradladen „Ohne Ende“ in Gräfelfing.

Trend zu Elektrorädern und Sicherheit

Das Würmtal startet in die Fahrradsaison

Kaum steht der Frühling vor der Tür, steigt die Lust auf Bewegung. In den Würmtaler Fahrradgeschäften herrscht deshalb Hochkonjunktur. Vor allem die Elektroräder haben es den Kunden angetan.

Würmtal – Immer mehr Würmtaler entdecken die Vorzüge des Radfahrens für sich. „Ich habe schon den Eindruck, dass die Leute das Auto öfter stehenlassen“, sagt Markus Englmeier von „Englmeiers bike and coffee“ in Krailling. Das sei vor allem bei Kurzstrecken der Fall.

So ganz auf Komfort zu verzichten, scheint aber keine Option zu sein. So nimmt die Begeisterung für Elektroräder immer mehr zu. Im Kraillinger Fachgeschäft verfügen rund 70 Prozent der Neuverkäufe über einen Motor. „Diese Art des Fahrens macht einfach Spaß“, erklärt Markus Englmeier die hohe Nachfrage. Zumal die Elektroräder mittlerweile altersunabhängig sind. Brachte man die E-Bikes früher hauptsächlich mit älteren Menschen in Verbindung, bekunden mittlerweile auch immer mehr 30-Jährige ihr Interesse.

Außerdem integrieren neuerdings viele Hersteller Akku und Motor im Rahmen, wodurch nicht mehr sofort erkennbar ist, dass es sich um ein Elektrorad handelt. Und auch wenn es um Schutzhelme geht, ist die Nachfrage laut Englmeier hoch. „Das entspricht auch unserer Empfehlung.“ Immerhin würde bei 80 Prozent aller Stürze der Kopf in Mitleidenschaft gezogen.

Dass man sich im Würmtal immer öfter ein Leihrad nehmen kann, hält Markus Englmeier für vernünftig. Gerade in Anbetracht der Parkplatzsituation. Es sei eine gute Sache, wenn zum Beispiel Arbeitnehmer ihren Weg von der Firma zur S-Bahn mit dem Rad zurücklegen können. „Wir haben selbst von einigen Unternehmen den Auftrag bekommen, die Angestellten mit Rädern auszustatten.“

Auch Simon Rhode, Inhaber des Gräfelfinger Fahrradladens „Ohne Ende“, empfindet die im Würmtal angebotenen Leihräder nicht als Konkurrenz. „Jede Aktion, die das Radfahren voranbringt, ist für uns von Vorteil.“ Er habe den Eindruck, dass auch im Winter immer mehr Leute auf das Fahrrad setzen. Und dabei Helm tragen. Während Jugendliche sich in der Regel sträuben, würden gerade junge Eltern ihre Vorbildfunktion erkennen. „Die Nachfrage ist auf jeden Fall steigend“, so Rhode.

Auch die Inhaber von „Fahrrad und Radsport Wolf“ in Planegg bemerken, dass das Bewusstsein für Sicherheit gestiegen ist. So sei die Nachfrage nach Helmen groß. Gleiches gelte für Elektroräder. Überhaupt sei die Auftragslage derzeit erfreulich hoch. „Die meisten Leute erschrecken, wenn sie ihr Rad nach dem Winter aus dem Keller holen“, sagt Robert Wolf und lacht.

Die Mitarbeiter von „Rabe Bike“ in Gräfelfing bestätigen, dass die Nachfrage nach Elektrorädern kontinuierlich steigt. Wobei nicht alle Kunden hundertprozentig zufrieden seien. „Die Fitness geht halt doch ein bisschen flöten“, sagt Mitarbeiter Matthias Röll und lacht. In solchen Fällen bleibe dann nur die Rückbesinnung auf den guten, alten Drahtesel.

Karin Priehler

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