Tagung der Rathaus-Krisenstäbe

Teststationen in allen Würmtalgemeinden geplant

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Die Würmtal-Bürgermeister trafen sich zu einer Krisensitzung in Planegg. Ihr Thema: Der Aufbau von Teststationen für Corona.

Planegg Gräfelfing ist am weitesten mit den Vorbereitungen für den Aufbau einer Corona-Teststation. Die anderen Würmtalgemeinden haben inzwischen alles in die Wege geleitet, um nachzuziehen. Das ergab das Treffen der Rathaus-Krisenstäbe am Mittwoch in Planegg.

Neben den Bürgermeistern aus Planegg, Gräfelfing, Neuried und Krailling kamen auch Mitarbeiter der Gemeindeverwaltungen, Vertreter der örtlichen Feuerwehren und des BRK Planegg zusammen.

Während in Gräfelfing feststeht, dass die Station im Bereich des Wendehammers Adalbert-Stifter-Straße beim Schulcampus aufgebaut wird, hat man sich in Planegg noch nicht endgültig entschieden. „Wir sind uns schon recht sicher, möchten aber vermeiden, dass mit der Bekanntgabe des Ortes sofort etliche Anrufe im Rathaus eingehen, wie man sich testen lassen kann“, sagt Martina Sohn, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit.

Fest steht, dass die Freiwillige Feuerwehr bei der Ausstattung der Teststelle behilflich ist. Man stelle bei Bedarf Zelte, Planen oder Beleuchtung zur Verfügung, sagt Planeggs Kommandant Martin Heizer.

In Neuried wird es laut Bürgermeister Harald Zipfel voraussichtlich auf den TSV-Parkplatz als Standort für eine Teststation hinauslaufen. „Wir prüfen gerade die Zugänglichkeit.“ Weder beim TSV noch beim EC Neuried finde derzeit Sportbetrieb statt, auch Schulbusse hielten dort momentan nicht. Somit dürfte der Parkplatz abgelegen genug sein. Eventuell müssten Bordsteine versetzt werden, um eine Art Wendeschleife zu schaffen, in die der zu Testende mit dem Auto hineinfährt. Auch die Beschaffung der Materialien sei noch nicht vollends geklärt. „Wir leisten nur Hilfestellung“, sagt Zipfel über die Rolle der Gemeinden.

„Wir wissen, wo wir welches Zelt aufstellen und welches Equipment wir brauchen. Dazu haben wir einen kleinen Stock an Ärzten“, erklärt Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst. Es gebe aber noch „Ablauffragen, denen wir uns stellen müssen“.

Die Rathäuser haben vom Gesundheitsamt die Aufgabe übertragen bekommen, ausgehend vom Infizierten den Personenkreis zu recherchieren, der in Quarantäne muss. Sobald dieser zwei Wochen symptomfrei überstanden habe, so Wüst, müsse er innerhalb von 24 Stunden zweimal negativ getestet werden, um die Quarantäne verlassen zu dürfen. Das könne in der Teststation passieren. Allerdings sagt Wüst: „Wir haben gerade angefangen, die Betroffenen zu ermitteln und zu informieren.“ Das gleiche Detektivarbeit, zumal viele Personen gar nicht mehr im Telefonbuch stünden. Müssen die Ermittelten erst noch zwei Woche in Quarantäne, fallen auch die Tests erst dann an. Wüst: „Vermutlich stellen wir die Station nicht schon am Freitag auf.“

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