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Kein seltener Anblick: Häufig löschen Würmtaler Feuerwehren im Sommer Thujenhecken. Sie fangen besonders schnell Feuer. Manchmal auch im Winter.

Feuerwehr warnt

Brandgefährlich: Grillen neben der Thuje

Brennende Thujen-Hecken beschäftigen die Feuerwehren im Würmtal immer wieder. Die Kommandanten raten, die leicht brennbaren Büsche gar nicht erst anzupflanzen.

Würmtal – Zwei brennenden Thujenhecken musste allein die Kraillinger Feuerwehr in diesem Jahr schon löschen. Damit diese Brände nicht zur Serie werden, will sie nun das Bewusstsein dafür schärfen, wie leicht sie ausbrechen. Denn Thujen haben zwei Nachteile. Sie haben braune, extrem leicht entzündbare Stellen. Und sie enthalten ätherische Öle, die die Brandgefahr noch verstärken. Im April und Mai rückte die Kraillinger Feuerwehr bereits aus, um brennende Thujenhecken zu löschen. Jetzt warnt Kommandant Richard Siebler vor der Brandgefahr, die von diesen Pflanzen ausgeht. „Wenn sie ausgetrocknet sind, brennen die ähnlich gut wie ein Christbaum“, sagt auch der Sprecher der Gräfelfinger Feuerwehr, Thomas Hickel. Sie seien leichter entflammbar, als viele meinten. „Sie züchten zwar nicht biologisches Benzin am Gartenzaun“, meint er, aber Vorsicht sei geboten.

Er habe schon zu Silvester Thujenhecken gelöscht, weil sich Feuerwerkskörper darin verfangen hatten, sagt Hickel. Wer vorhabe, Unkraut im Garten oder auf der Straßenseite der Hecke abzufackeln, müsse Abstand zur Thuje wahren. „Es könnte eine böse Überraschung drohen“, warnt Hickel.

„Die brennen rasant schnell komplett auf der ganzen Länge ab“, bestätigt auch der Kommandant der Neurieder Feuerwehr Jürgen Kral. Er habe in den vergangenen Jahren ebenfalls drei bis vier Thujen gelöscht. „Die können auch brennen, wenn es gerade geregnet hat“, sagt der Kommandant der Planegger Feuerwehr Martin Heizer. Nach längerer Trockenheit sei daher auch nach Regenfällen Vorsicht geboten. „Man sollte beim Unkrautvernichten nicht mit dem Bunsenbrenner drangehen“, rät auch er. Das sei der Klassiker, also der Grund, aus dem die meisten Thujen Feuer fingen.

Siebler warnt zudem davor, zu nah an Thujen zu grillen oder gar die Asche aus dem Grill neben der Thuje auszuschütten. „Die Leute sind sich der Gefahr oft nicht bewusst, und dann steht der Grill neben der Hecke“, sagt er. Hainbuchen und Liguster seien weniger gefährlich. Reiße man von denen einen Zweig ab und zünde ihn an, „da passiert nichts“. Anders im Fall der Thuje. Wenn die anfange zu brennen, könnten die Flammen von der Hecke auch schnell auf eine Garage oder andere Gebäude übergreifen.

Oft entstünden bei diesen Bränden Schäden in Höhe von einigen Tausend Euro, weiß Siebler. Er rät daher: „Verzichten Sie bei der Neuanpflanzung von Hecken doch ganz auf Thujenhecken.“ Das könne das Risiko eines Heckenbrandes minimieren.

Wer dennoch eine Thuje haben möchte, dem rät der Kraillinger Kommandant: „Spritzen Sie die Hecke vor dem Grillen oder Feuermachen mit dem Gartenschlauch ab, halten Sie den angeschlossenen Gartenschlauch stets in Griffweite, löschen Sie Grill und Feuerstelle stets gründlich ab, bevor Sie Ihren Garten verlassen, bedenken Sie die Gefahren von Asche – Glut kann sich mehrere Tage lang halten. Verzichten sie auf das Abflammen von Unkraut – insbesondere in der Nähe von Thujenhecken –, und halten sie beim Grillen und Feuermachen Abstand zur Thuje.“

Victoria Strachwitz

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