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In der Notaufnahme der Helios Klinik in Pasing demonstriert Thomas Görler (Pflegerische Leitung) am Praktikanten Felix Karl das Anlegen eines Unterarmgipses.  

Operationen von morgens bis abends

Viele Knochenbrüche durch Schnee und Eis

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Die Orthopäden sind gut beschäftigt. Schnee und Glatteis sorgen für außerordentlich viele Patienten. Vorsicht gilt vor allem beim Schneeschaufeln.

Würmtal Watscheln ist angesagt, watscheln wie ein Pinguin. Dann kann die Glätte einen nicht so leicht zu Fall bringen, so die Meinung von Dr. Andreas Lenich, Chefarzt für Orthopädie, Unfall-, Handchirurgie und Sportorthopädie am Helios Klinikum München West in Pasing.

Zahlreiche Würmtaler sind in der vergangenen Woche gestürzt. Schuld sind Schnee und Glatteis. Die Kliniken im Würmtal haben guten Grund, auf den Pinguin-Gang hinzuweisen. „Wir haben eigentlich kein Bett mehr“, sagt Dr. Thomas Genss von der Wolfart-Klinik in Gräfelfing. Derzeit werde von morgens bis abends operiert. Parallel liefen schließlich die geplanten Operationen. Ein kaputtes Sprunggelenk, weil beim Ausrutschen der Fuß umknickt, oder Handgelenk, weil die Hand während des Sturzes zum Schutz gebraucht wurde, sind die Klassiker. „Von beiden haben wir derzeit mehr als doppelt so viel wie normal“, sagt Genss.

„Die Zahlen haben sich zwischen Freitag, als es anfing zu schneien, und Anfang der Woche verdreifacht“, bestätigt auch Dr. Alexander Manolopolous, Leiter der Notaufnahme im Helios Klinikum in Pasing. Nach ein paar Tagen habe es sich fast wieder normalisiert – das Aufkommen sei aber nach wie vor erhöht. Gefährdet seien insbesondere die 18- bis 28-Jährigen. „Die sind in der Freizeit viel unterwegs.“ Kinder erwische es selten. Das Mittelfeld bleibe ebenfalls weitgehend verschont. Viele Patienten seien zwischen 60 und 75 Jahre alt. „Die ganzen Schneeschipper“, sagt er.

Das Schneeschaufeln bescherte auch der Orthopädische Praxis in Planegg zahlreiche Patienten. „Am Donnerstag hatten wir unheimlich viele Notfälle mit Rückenschmerzen durch Schneeschippen“, erzählt Dr. Sandra Sukopp. „Nach vorne lehnen und drehen mag die Lendenwirbelsäule nicht.“ Sie rät beim Schneeschaufeln daher dazu, die Lendenwirbelsäule gerade zu halten und den ganzen Körper zu drehen – „nicht mit der Wirbelsäule rotieren“. So hat nicht nur die Pasinger Klinik Tipps parat, um die Menschen davor zu bewahren, den Wintereinbruch mit Arztbesuchen verbinden zu müssen.

Dr. Andreas Lenich rät übrigens auch zu Schuhwerk mit Profil. Den Pinguin-Gang erklärt er wie folgt: Dabei werde der Körperschwerpunkt über dem vorderen, also dem auftretenden Bein, ausgerichtet. Der Fuß setze jeweils mit ganzer Sohle auf und zeige leicht nach außen. Die Schrittlänge sei kurz. Die leicht nach vorn geneigte Körperhaltung sorge so für mehr Stabilität.

Wer dennoch ausrutscht und sich dabei an Sprung- oder Handgelenk verletzt, muss laut Dr. Manolopolous damit rechnen, dass er erst nach drei bis sechs Monaten wieder Belastungen wie Liegestütze oder Fußballspielen absolvieren kann.

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