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Betreuten die Plangespräche (v.li.): Dahlia Busch und Lena Erler vom Kölner Planungsbüro VIA sowie Radverkehrsbeauftragte Martina Reece.

Verkehr

Vorschläge für die Fahrrad-Autobahn

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Wo könnte ein Radschnellweg durch das Würmtal verlaufen? Das ist die große Frage. Jetzt hatten die Bürger Gelegenheit, ihre Ideen einzubringen.

Würmtal – Mit dicken roten Stiften haben erst Gautinger, Kraillinger und Starnberger Bürger Radwege in Landkarten gemalt, einen Tag später waren die Planegger an der Reihe. Zum geplanten Radschnellweg von Starnberg nach München durften sie jetzt Wünsche und Bedenken äußern. „Über eine Machbarkeit oder mögliche Einschränkungen beziehungsweise Hindernisse wurde bei der Veranstaltung noch nicht gesprochen, daher konnten die Teilnehmer völlig frei denken“, sagt Christina Walzner, Sprecherin des Landratsamtes München. Das Büro VIA aus Köln wird die Ideen nun in seine Planungen einbeziehen.

Das Interesse in Gauting war groß. Rund 40 Personenhätten sich an der Bürgerwerkstatt beteiligt, sagt Wilhelm Rodrian aus dem Rathaus. Darunter nicht nur Mitglieder des ADFC, „das finde ich sehr erfreulich“. In Planegg hätte sich der Mobilitätsbeauftragte der Gemeinde, Roman Brugger, mehr als die 30 Interessierten erhofft. Die Gautinger Teilnehmer favorisieren, wie bereits in der Vergangenheit, einen Radweg entlang der Bahnlinie. Verhandlungen mit der Bahn könnten nun leichter werden, meint Rodrian, der froh ist, „dass das Ganze jetzt eine Ebene weiter nach oben rutscht“. Um den Radschnellweg kümmert sich der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München.

Die Planegger wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Walzner: „Interessant war, dass eine mögliche Route in allen drei Gruppen vorkam. Diese führt von Planegg zwischen Friedhof und Sportanlage in Richtung Martinsried und dann weiter nach Hadern bis hin zum Waldfriedhof, danach weiter zum Westpark.“

Damit für den Weg Fördermittel fließen können, müssen Bedingungen erfüllt werden. Die Trasse muss vier Meter breit sein, über möglichst wenig Kreuzungen führen, Gewerbegebiete (auch die Universität in Martinsried) erschließen und möglichst nicht durch den Wald führen. Brugger: „Niemand sagt, dass das ganz einfach wird. An der einen oder anderen Stelle wird es nicht anders gehen, als den Straßenraum anders zu verteilen – und zwar zu Lasten der Autofahrer.“

Was den Zeitplan für die Trasse betrifft, bleiben alle Beteiligten vage. Brugger: „Wenn es gut läuft, liegt in 1,5 bis zwei Jahren die Bestvarian-te vor.“ Wann es die Autobahn für Radler tatsächlich geben wird, kann er nicht abschätzen. Wichtig ist ihm aber, dass bald mit einzelnen Teilstücken begonnen werde. „Das erzeugt bei anderen Kommunen einen gewissen Druck.“

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