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Sprung in die Würm: Das Wasser ist derzeit noch ziemlich kalt, aber, wie Messungen belegen, sauber.  

Wasserqualität der Würm

Badespaß ohne Bedenken

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Das Wasser der Würm ist so sauber, dass darin gebadet werden kann. Das Starnberger Landratsamt hat es untersucht und nichts zu beanstanden.

Würmtal– Welch ein Glück: Petrus ist heuer auf Sommer eingestellt, und die Würm macht mit. Die erste Messung des Starnberger Landratsamtes in diesem Jahr hat im Wasser der Würm nichts gefunden, was gegen ein erfrischendes Bad sprechen würde. Die geringen Vorkommen von Escherichia coli und Intestinalen Enterokokken stehen für Badevergnügen ohne gesundheitliche Folgen.

Der Sprecher der Starnberger Landratsamtes Stefan Diebl ist die gute Nachricht inzwischen bereits gewöhnt – zumindest seit der Ablauf der Starnberger Kläranlage mit ultraviolettem Licht behandelt wird. „Egal, ob es trocken war oder gekübelt hat, bis dato war das Wasser der Würm immer ohne Beanstandungen.“ Dennoch könne die Qualität Schwankungen unterliegen: „Sie haben bei einer Probe immer nur eine Momentaufnahme.“ Zudem handle es sich um ein Fließgewässer. Aber seit der Installation der UV-Anlage gebe es keine großen Schwankungen mehr. Zwischen 15. April und 30. September sorgt die Anlage seit 2005 stetig dafür, dass die Würm Badewasserqualität hat. Tiere und Pflanzen bräuchten es nicht ganz so sauber.

Laut Norbert Impelmann, Geschäftsführer des Abwasserverbands Starnberger See, hat die Anlage ausschließlich den Zweck, „dass die Menschen noch besser geschützt werden“. Und sie reinige das Wasser sogar sauberer als es die gesetzlichen Vorgaben für Badegewässer verlangen würden.

Die UV-Anlage ist aber nicht der einzige Grund für das reine Wasser. Denn außerhalb der Sommermonate verlasse das Wasser die Kläranlage ebenfalls sauber, nur nicht 100 Prozent keimfrei. Zudem: „Ein Fluss baut von Natur aus Bakterien ab“, erklärt Impelmann. Dank der Anlage bestehe einfach mehr Sicherheit, dass das Wasser sauber ist. Nicht nur die Reinigung des Abwasserverbandes mit UV-Licht, auch die monatlichen Messungen des Landratsamtes erfolgen auf freiwilliger Basis. „Es ist kein offizielles Badegewässer, also müssten wir es nicht messen“, sagt Diebl. Aber auch dieses gibt den Badenden Sicherheit.

Die Maßnahmen für das gesteigerte Badevergnügen sind mit Kosten verbunden. Der Betrieb der UV-Anlage kostet den Abwasserverband jedes Jahr 55 000 Euro. Die Gemeinden Gauting, Krailling, Planegg und Gräfelfing beteiligten sich mit insgesamt 10 000 Euro pro Jahr freiwillig an den Betriebskosten. Schließlich ist es wie folgt: „Den Nutzen hat hauptsächlich das Würmtal“, sagt Impelmann. Im Stadtgebiet fließe die Würm teils zu schnell zum Baden, teils sei sie zu verbaut. Damit sich die Badenden im Würmtal aber nicht allzu sicher fühlen, warnt Diebl: „Bei einem Fließgewässer ist immer mehr Vorsicht geboten als bei einem anderen Gewässer.“ Es sei immer, mit Unwägbarkeiten zu rechnen.

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