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Früher als sonst kann Landwirt Rudolf Heidrich in diesem Jahr Kartoffeln ernten.

Auswirkungen der Trockenheit

20 Prozent Einbußen bei der Ernte

Die seit Wochen anhaltende Hitzewelle macht nicht nur den Menschen zu schaffen. Auch die Natur leidet unter den hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit. Das bekommen auch die Landwirte im Würmtal zu spüren.

Würmtal – Die Wiesen sind vielerorts ausgetrocknet, die Blätter an den Bäumen stellenweise gelb. Der ungewöhnlich heiße Sommer hinterlässt Spuren. „Die Hitze hat einiges angerichtet“, sagt Wilhelm Painhofer. Der Geisenbrunner ist Pächter mehrerer Felder in Planegg und baut dort Raps und Sommergerste an.

Der Raps auf dem großen Acker zwischen Planegg und Martinsried habe bereits durch die Frühjahrstrockenheit viele Blüten eingebüßt. Die Gerste auf den Feldern zwischen Planegg und Krailling hingegen habe es erst jetzt durch die Hitzewelle so richtig erwischt. Entsprechende Einbußen muss der Landwirt hinnehmen. Rund 20 Prozent betrage das Minus im Vergleich zum Vorjahr.

Dennoch sei er mit seinen Feldern, die sich im Besitz der Familie von Hirsch befinden, noch gut weggekommen. „Der viele Regen Ende Mai hat uns gerettet“, so Painhofer. Den Raps hat er bereits bei sich in Geisenbrunn eingelagert, wo er nun gereinigt und später zu Speiseöl verarbeitet wird. Die Gerste hingegen dient der Bierherstellung.

Rudolf Heidrich, Landwirt aus Frohnloh, baut auf seinen Feldern Weizen, Körnermais, Kartoffeln und Ackerbohnen an. Auch er hatte bereits mit der Trockenheit im Frühjahr zu kämpfen. „Das hat die Bestände deutlich reduziert“, so Heidrich. Und auch die derzeitige Witterung mache den Pflanzen zu schaffen.

Wobei die Auswirkungen von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich seien. So komme es nicht nur auf die Region an, sondern auch auf die Beschaffenheit des Bodens. Wer auf Kiesböden anbaut, habe mit deutlich größeren Ausfällen zu rechnen. Seine Böden seien hingegen relativ schwer und könnten dadurch das Wasser besser halten. Dennoch rechnet Heidrich mit Einbußen von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kartoffeln seien heuer zwei bis drei Wochen früher dran als üblich. „Die Trockenheit beschleunigt die Abreife“, so der Landwirt. Die Ernte dürfte durchschnittlich ausfallen. Bei den Bohnen erwartet er hingegen unterdurchschnittliche Erträge. Dafür „steht der Körnermais in diesem Jahr hervorragend“.

Vor allem im Hinblick auf andere Regionen könne er sich nicht beschweren. Heidrich: „Im Norden und Osten Deutschlands sind die Zustände katastrophal.“

Karin Priehler

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