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Groß aufgetischt wird im Martinsrieder Ristorante „Piccolo“, einem der wenigen Würmtaler Lokale mit „All you can eat“-Angebot

Würmtaler Gastronomie

„All you can eat“-Büfetts die Ausnahme

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Würmtal - Brunchen und bei „All you can eat“ so viel essen, wie man möchte: Das ist nur in wenigen Würmtaler Restaurants und Cafés möglich. Denn der Aufwand für die Küche ist bei Büfetts oft hoch – und viel Essen bleibt übrig.

Keinen klassischen Brunch, aber von Montag bis Samstag ein Frühstücksbüffet und sonntags ein Schlemmerbüffet bietet etwa das Planegger Café Richter an. Rührei mit Schinken, Wurst, Käse, Joghurt, Eiern und Saft gibt es jeden Tag, sonntags noch zusätzlich Würstchen, Lachs, Salate und einiges mehr. „Als nächstes planen wir Themenbüfetts, etwa mit amerikanischen Speisen“, sagt Geschäftsführer Günter Asemann. Im Martinsrieder „Piccolo“ wartet von montags bis freitags von 11.30 bis 14.0 Uhr für 6,90 Euro ein „All you can eat“-Angebot mit italienischen, thailändischen und indischen Vorspeisen, Anti-Pasti, Suppen, Grillsachen und anderen wechselnden Gerichten. „Es ist immer richtig viel los“, heißt es aus dem Lokal.

Die meisten anderen Würmtaler Restaurants und Gaststätten haben hingegen keine regelmäßigen Brunch oder sonstige „All you can eat“-Angebote. Für Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage kann in vielen Gasthäusern ein Büfett bestellt werden. Regelmäßig, etwa einmal wöchentlich, lohne sich der Aufwand aber nicht. „Wir haben vor zwei Jahren einen Sonntags-Brunch ausprobiert, die Hälfte der Gäste hat aber trotzdem weiterhin à la carte gegessen“, sagt Sabri Konxheli, Wirt der Kraillinger Brauerei. Das Gasthaus warf so jede Woche viel Essen weg. Auch musste für das Büfett ein großes Teil des Saales abgesperrt werden. Viel Platz, der dann bei dem herkömmlichen Geschäft fehlt, durch das das Restaurant auch ohne Büfett voll sei, sagt Sabri Konxheli. „Das war also nicht rentabel.“

Ein Sommer-Grillbüfett mit viel Gemüse, Salaten und Grillsachen bietet der Lochhamer Pschorrhof regelmäßig an. Die Nachfrage danach sei groß, sagt Wirtin Antje Langemann. „Unser Advents-Brunch, den wir vor zwei, drei Jahren ausprobiert haben, hat hingegen nicht funktioniert.“ Ihn gibt es daher inzwischen nicht mehr.

Viele andere Restaurants haben ein Büfett-Angebot bisher noch überhaupt nicht getestet. „Wir sind sonntags sowieso ausgebucht, so dass dies noch gar nicht zur Debatte stand“, sagt Florian Egner vom Alten Wirt in Krailling. Einige schreckt auch der Organisations-Aufwand ab: Denn wie viele Gäste kommen und wie viel diese von welchem Büfett-Bereich genau essen, sei immer schwierig abzuschätzen. Auch bei hoher Nachfrage lasse es sich so oft kaum vermeiden, etwas wegwerfen zu müssen. Bei „All you can eat“-Angeboten könne es auch Gäste geben, die so viel essen, dass das Angebot nicht mehr wirtschaftlich tragbar sei, heißt es.

Peter Seybold

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