Würmtal-Gemeinden

Zahl der Geburten rückläufig

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Die Zahl der Geburten im Würmtal geht zurück. So ist der beliebteste Name 2017 zugleich eine Ansage: Felix, „der Glückliche“, gefiel Eltern im Vorjahr am besten.

Würmtal – Der Name Felix ist im Wörterbuch mit zweierlei Übersetzung zu finden: glücklich und fruchtbar. Im Würmtal wird er schon bald gehäuft in den Krippen und Kindergärten gerufen werden, führte er doch im vergangenen Jahr die Liste der beliebtesten Vornamen für Neugeborene an. Gleichzeitig zeigt sich das Würmtal derzeit nicht von seiner fruchtbarsten Seite. Gab es im Jahr 2016 noch 530 Geburten im Würmtal, so waren es im vergangenen Jahr bis Mitte Dezember nur 421. Das ist ein deutlicher Einbruch.

Vor allem in Gräfelfing fiel die Zahl drastisch von 125 Geburten im Jahr 2016 auf 76 im vergangenen Jahr. Und das liegt laut Iris Kapra vom dortigen Einwohnermeldeamt nicht daran, dass die örtliche Wolfart-Klinik ihre Station für Geburtshilfe geschlossen hat. In diese Zahl seien nur die Neugeborenen eingeflossen, die in Gräfelfing angemeldet wurden, egal, wo sie das Licht der Welt erblickten.

In Neuried ging die Zahl der Neugeborenen von 69 im Jahr 2016 auf 58 im vergangenen Jahr zurück. „Das sind deutlich weniger“, findet Sandra Rottmeier vom dortigen Einwohnermeldeamt. In Gauting (2016: 182; 2017: 154) und in Planegg (2016: 98; 2017: 87) blieben die Zahlen unkommentiert, aber sie sprechen für sich. In Krailling registriert Karin Greber, die Leiterin des Bürgerbüros einen „ganz leichten Rückgang“ von 56 auf 46.

Eine Erklärung für den Rückgang haben die Mitarbeiter der Einwohnermeldeämter nicht. Dafür wissen sie, welche Namen neben Felix 2017 besonders beliebt waren. Gautings Sprecherin Patricia Fritsch-Lange meldet gleich vier Maximilians, je dreimal wählten Eltern Felix, Samuel, Vincent und Lukas als Namen für ihre Neuzugänge. Bei den Eltern der Gautinger Mädchen ist der Name Ella/Ela/Ellie/Elly sehr gefragt – er wurde gleich sieben Mal vergeben. Hanas/Hannas gibt es seit vergangenem Jahr drei mehr in Gauting, Marie, Katharina und Elisabeth wurden jeweils doppelt vergeben.

Felix ist in Gräfelfing nicht so angesagt. Die beliebtesten Vornamen waren dort laut Iris Kapra Emma und Paul. Kraillings Eltern schwimmen gänzlich gegen den Strom. Amelie und Isabelle waren dort sehr beliebt, auch Alexander. Aber von einem Felix, weiß Greber nicht zu berichten. In Planegg schafften es bei den Mädchen Sophia auf Platz eins und Alina auf Platz zwei, so Stefan Jülich vom dortigen Bürgerbüro. Bei den Buben machten Erik den ersten und Felix den zweiten Platz. In Neuried wurden laut Sandra Rottmeier Mila und Milla am häufigsten ausgewählt. Bei den Buben seien Felix und Jona gleich oft und öfter als alle anderen Namen vergeben worden.

Felix gehört seit Jahren zu den beliebtesten Vornamen in Deutschland. In keiner der Würmtal-Gemeinden war er 2017 zwar einsamer Spitzenreiter, aber immer vorne dabei. Nur Kraillings Eltern hatten 2017 nichts für diesen Trend übrig

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