Walter Lübcke: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest - DNA-Treffer am Tatort 

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Mag Süßes: Deutsche Wespe auf Himbeerkuchen.  

Etliche Anrufe wegen Wespen

Viel Arbeit für die Feuerwehren

Für Wespen sind die Wetterbedingungen heuer optimal. Denn bei Hitze und Trockenheit vermehren sich die Insekten besonders gut. Das bemerken auch die Feuerwehren im Würmtal. Sie müssen besonders oft ausrücken, um Bürger vor Stichen zu retten.

Würmtal – Kaffee und Kuchen auf der Terrasse, ein Picknick am Würmufer oder ein Stück Melone im Planegger Wellenbad: Solche Aktivitäten versüßen nicht nur Menschen den Sommer. Auch Wespen stürzen sich mit Vorliebe auf die Leckereien. Und verderben so manchem den Appetit. „Wir müssen diesen Sommer sehr oft ausrücken, weil sich Leute von Wespen bedroht fühlen“, sagt Thomas Hickel, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Gräfelfing. Zehn Einsätze hätten die Kameraden in dieser Saison bereits absolviert, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.

Zwölf heimische Wespenarten gibt es insgesamt. Doch nur zwei davon sind in Bäckereien, an der Kaffeetafel oder beim Grillfest anzutreffen: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die beide sehr große Völker bilden und sich bei schnellen Bewegungen und Erschütterungen zur Wehr setzen.

Die Feuerwehr ist für solche Fälle eigentlich gar nicht zuständig. „Wir kommen nur in wirklich dringenden Fällen“, so Hickel. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Allergiker Gefahr laufen, gestochen zu werden. Allerdings müssen selbst dann gewisse Voraussetzungen erfüllt sein.

So muss der Allergiker einen entsprechenden Ausweis vorzeigen können und sich in einer unmittelbaren Gefahrensituation befinden. Beispielsweise, weil sich ein Wespennest direkt im Eingangsbereich des Hauses befindet und gerade kein Insektenbekämpfer aufzutreiben ist. „Wenn uns Leute anrufen, weil sich am Gartenhäuschen ein Nest befindet, müssen wir sie leider vertrösten“, so Thomas Hickel.

Auch die Planegger Feuerwehr rückt nur in Notfällen aus, beispielsweise in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten. „Wir mussten diesen Sommer ein Wespennest am Altenheim entfernen, nachdem Bewohner gestochen worden waren“, sagt Kommandant Martin Heizer. Um sich zu schützen, tragen die Einsatzkräfte lange Anzüge, Lederhandschuhe sowie einen Hut mit Netz.

Grundsätzlich müssen Einsätze der Feuerwehr, bei denen Wespen zu Schaden kommen, von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes München genehmigt werden. Die Mitarbeiter der Behörde können übrigens nicht bestätigen, dass es dieses Jahr auffällig viele Wespen gibt. Dies sei in erster Linie eine Sache der Wahrnehmung. Und auch Richard Richter, Leiter des Planegger Umweltamtes, hat keine Belege für eine Plage. Im Gegenteil. Ginge es nach ihm, dürfte es ruhig noch mehr Wespen geben.

Zumal die Insekten, die unter Naturschutz stehen, eine wichtige Rolle für das Ökosystem spielen. Wie das Landratsamt München in einem Infoblatt mitteilt, sind Wespen nicht nur fleißige Schädlingsbekämpfer, sondern bestäuben auch viele Blütenpflanzen. Außerdem beseitigen sie die Reste von faulem Obst und verhindern damit die Ausbreitung von Schimmelpilzen und Krankheitserregern. Doch sowohl die Gesamtzahl als auch die Vielfalt der Arten haben in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen. Richter: „Das Insektensterben ist nach wie vor dramatisch. Das vergessen leider viele.“

Karin Priehler

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