Spezialeinheit räumt kompletten ICE und spricht von einer „Bedrohungslage“

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Ab Mitte Juni dürfen Veranstaltungen im Innenbereich mit bis zu 50 Personen wieder stattfinden. Trotzdem hat das Planegger Kulturforum alle Termine bis September abgesagt. Das Gräfelfinger Bürgerhaus fährt den Betrieb nur teilweise wieder hoch.
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Seit März finden keine Veranstaltungen des Kulturforums mehr im Kupferhaus statt.

Künstler haben‘s weiter schwer im Würmtal

Absagen bis in den September

  • Peter Seybold
    vonPeter Seybold
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Ab Mitte Juni dürfen Veranstaltungen im Innenbereich mit bis zu 50 Personen wieder stattfinden. Trotzdem hat das Planegger Kulturforum alle Termine bis September abgesagt. Das Gräfelfinger Bürgerhaus fährt den Betrieb nur teilweise wieder hoch.

Würmtal – Eine Kabarett-Show mit Bernd Gieseking und Jess Jochimsen am 25. Juni, ein Sommerkonzert der Musikschule Planegg-Krailling am 10. Juli und ein Kabarett-Abend mit Thomas Schreckenberger am 16. Juli standen noch bis zur Sommerpause auf dem Programm des Planegger Kupferhauses. „Wir haben die drei Veranstaltungen aber ebenso wie den Auftritt von Christian Springer im September abgesagt“, erklärt Kulturforum-Chefin Anja Fanslau. „Wir haben 339 Kabarett-Abonnenten, dazu kommen je bis zu 60 verkaufte Einzelkarten. Wir müssten vielfach spielen, um bei 50 erlaubten Besuchern alle unterzubringen.“ Auch zum Sommerkonzert der Musikschule kommen erfahrungsgemäß rund 200 Gäste.

Schlussstrich unter die Spielzeit gezogen

Die Gemeinde Planegg als Betreiber des Kulturforums entschied am Donnerstag in der wöchentlichen Sitzung des Corona-Krisenteams im Rathaus, einen Schlussstrich unter die Spielzeit zu ziehen. Auch wie es ab September weitergeht, sei noch unklar. „Es wird bis dahin wohl weitere Lockerungen geben. Wir müssen aber abwarten, wie diese aussehen und dann ein entsprechendes Konzept ausarbeiten. Wir schauen uns jede Veranstaltung einzeln an, da jede anders ist“, sagt Fanslau. Die ausgearbeiteten Nutzungskonzepte unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln müssten auch von Bürgermeister Hermann Nafziger und Rathaus-Geschäftsführer Stefan Schaudig abgesegnet werden.

15 Veranstaltungen konnten coronabedingt seit März nicht im Kupferhaus stattfinden, nun kommen drei weitere Absagen hinzu. „Vier mussten komplett entfallen, die anderen haben wir auf 2021 verschoben, was aber auch nicht einfach war, da der Kalender dafür bereits recht voll war“, sagt Fanslau. Die Karten für die verlegten Veranstaltungen behalten ihre Gültigkeit oder können zurückgegeben werden. Kabarett-Abonnenten erhalten einen gesonderten Info-Brief. Bisher gaben nur wenige Bürger ihre Karten zurück, was jedoch vor allem daran liegen dürfte, dass die Ticket-Vorverkaufsstellen und zeitweise auch das Planegger Rathaus geschlossen hatten.

„Für uns bedeutete die ganze Organisation, dass wir mehr Arbeit hatten, als wenn geöffnet wäre“, sagt Fanslau, die auch auf die Aktion „Deine Tickets für Kultur“ von München Ticket hinweist. Im Rahmen der Aktion können die Kartenwerte ausgefallener Abende zugunsten der Künstler gespendet werden, „was bei einer abgesagten Veranstaltung des Münchner Metropol-Theaters viele machten, bei anderen Absagen weniger.“

Eingeschränkter Betrieb im Gräfelfinger Bürgerhaus

Das Gräfelfinger Bürgerhaus fährt seinen Betrieb die nächsten Wochen wieder hoch, aber nur eingeschränkt. „Veranstaltungen wie im Rahmen der Erwachsenen-Bildung der Würmtaler Volkshochschule oder Treffen von Vereinen können stattfinden, andere nicht“, sagt Leiter Jan Konarski. Er prüft gerade ebenfalls jede Veranstaltung. Das Gräfelfinger Straßenfest wird es in der gewohnten Form im September nicht geben, Konarski befindet sich aber in Gesprächen über eine mögliche Alternative.

Die durch die Corona-Pandemie erzwungene Schließungszeit nutzte Konarski, um jahrelang liegen gebliebene Reparatur- und Renovierungsarbeiten zu erledigen. „Das hatte auch sein Gutes, mal zu so etwas zu kommen, was während der Öffnungszeit kaum machbar wäre.“

Der Konzertsaal des Kupferhauses wird gerade anderweitig genutzt.

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