Diese Bälle sind garantiert nicht von Kindern genäht: Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst (links) brachte dem Nachwuchs des TSV Gräfelfing Fairtrade-Fußbälle. Die Gemeinde überreicht auch Fairtrade-Geschenkkörbe und schenkt Fairtrade-Kaffee aus.
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Diese Bälle sind garantiert nicht von Kindern genäht: Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst (links) brachte dem Nachwuchs des TSV Gräfelfing Fairtrade-Fußbälle. Die Gemeinde überreicht auch Fairtrade-Geschenkkörbe und schenkt Fairtrade-Kaffee aus.
Fair gehandeltes im Sack: Auch dieses Jahr verteilt der Nikolaus am Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium Fairtrade-Naschereien.
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Fair gehandeltes im Sack: Auch dieses Jahr verteilt der Nikolaus am Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium Fairtrade-Naschereien.
Mit Fairtrade-Rosen machten Gemeinderätin Petra Schaber und 2. Bürgermeister Peter Köstler im Juli 2015 unter anderem Petra Hasford eine Freude.
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Mit Fairtrade-Rosen machten Gemeinderätin Petra Schaber und 2. Bürgermeister Peter Köstler im Juli 2015 unter anderem Petra Hasford eine Freude.

Gräfelfing und Gauting geben die Vorreiter

Auf dem Weg zur Fairtrade-Region

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Das Würmtal könnte zur Fairtrade-Region werden. Einige Gemeinden sind bereits zertifiziert, andere arbeiten daran. Nur Planegg hat bislang keine Pläne in diese Richtung.

Würmtal - Fußball, Rosen, Schokolade und Kaffee: Das sind Dinge, die einem das Leben versüßen können. Wer dabei auf Fairtrade-Produkte setzt, kann helfen, auch noch das Leben anderer zu verbessern. Denn diese Produkte stehen für Nachhaltigkeit und faire Handelsbedingungen. „Es gibt Bemühungen für eine Fairtrade-Region Würmtal“, sagt Birgit Doll, die Vorsitzende der Steuerungsgruppe der Gemeinde Gräfelfing.

Die Gemeinden Gauting und Gräfelfing haben sich als Fairtrade-Gemeinden zertifizieren lassen. Beide vor rund fünf Jahren. In Neuried gibt es einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss, einen Arbeitskreis und Bestrebungen, eine Fairtrade-Gemeinde zu werden. Jetzt zieht Krailling nach. Den Gemeinderatsbeschluss gibt es bereits, die Vorbereitungen für die Bewerbung zur Zertifizierung laufen. Die Landkreise Starnberg und München wollen Fairtrade-Regionen werden.

Nur in Planegg ist es diesbezüglich bislang eher ruhig. Barbara Zeller, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung in der Gemeinde, sagt „es ist nicht in Planung“, dass Planegg Fairtrade-Gemeinde werde. Zur Fairtrade-Region Würmtal meint sie: „Das ist bisher nur eine Idee, glaube ich.“

Die Fairtrade-Region Würmtal wird also nicht so schnell kommen. Zumal es einige Zeit braucht, um die Idee umzusetzen. Der Neurieder Gemeinderatsbeschluss stammt vom Oktober 2015. „Wir sind noch nicht zertifiziert“, sagt Inke Franzen, Sprecherin der Gemeinde. Dabei gebe es einen Arbeitskreis, in dem unter anderem Vertreter der katholischen Pfarrgemeinde vertreten sind. „Die haben schon jahrelange Erfahrungen mit Fairtrade“, erklärt sie. Die Gemeinde sei dabei, Einzelhändler zu überzeugen, mindestens zwei Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. „Rewe haben wir schon gewinnen können“, sagt Franzen erfreut.

In Krailling stammt der Gemeinderatsbeschluss aus diesem Jahr. Der dafür verantwortliche Alexander Broschell sagt: „Wir sind bald auch voll im Geschäft“. Derzeit werde eine Steuerungsgruppe aufgestellt. Kraillinger, die sich einbringen möchten, seien willkommen. Broschell arbeitet daran, „alle Standbeine der Gesellschaft für die Idee zu gewinnen“. Wann er die Bewerbung Kraillings an den Verein TransFair, der in Deutschland für die Fairtrade-Siegel verantwortlich ist, schicken wird, kann er nicht abschätzen. Es dürfte also noch dauern, bis Gauting und Gräfelfing Verstärkung bekommen und das Würmtal zu einer Fairtrade-Region wird.

Das hält die beiden Gemeinden nicht weiter auf. So verteilt der Nikolaus am Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium heuer wieder Fairtrade-Nikoläuse. Die Schule bekam gerade die Zertifizierung „Fairtrade-School“. Das „Freizi-Jugendhaus an der Würm“ bietet in den Ferien einen fairen Tag an, Gräfelfings Kinder spielen vermehrt mit Fairtrade-Fußbällen, die nicht von Kindern genäht wurden. Die Geschenkkörbe, die Bürgermeisterin Uta Wüst an Jubilare verteilt, sind gefüllt mit fair gehandelten Produkten, und bei Treffen mit der Rathauschefin gibt es Fairtrade-Kaffee um nur einige Beispiele zu nennen. Und auch an weiteren Ideen mangelt es nicht.

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