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8 81 Schüler besuchten im Vorjahr das Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium. Laut Schulbedarfsplan sollen es 2020 rund 930 sein. Durch Einführung des G9 könnten die Schülerzahlen ab dann nochmals um bis zu neun Prozent steigen. 

Würmtaler Gymnasien

Macht G9 Schulerweiterung erforderlich?

Die Zahl der Gymnasiasten im Würmtal wird künftig nicht dramatisch steigen, so der aktuelle Schulbedarfsplan. Doch das G9 könnte das ändern und bauliche Veränderungen an den Schulen notwendig machen.

Würmtal – Zwei Gymnasien hat das Würmtal, beide kennen Raumnöte. Erweiterungsbauten sind sowohl am Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium (KHG) wie auch am Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium (FLG) ein Thema. Doch dringend seien sie nicht, so die Erkenntnis der Gemeinden Gräfelfing und Planegg aus dem aktuellen Schulbedarfsplan des Landratsamtes München. Die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) könnte das ändern.

881 Schüler besuchten 2016 das FLG, 2020 sollen es 929 sein – und damit ist schon der Höchststand erreicht. Die aktuelle Prognose des Schulbedarfsplans reicht bis 2035, dann wird in Planegg mit 912 Gymnasiasten gerechnet. „Das ist nichts erschreckendes, da muss man nicht sofort was machen“, erklärt der Leiter des Zweckverbands staatliches Gymnasium im Würmtal, Stefan Schaudig, die Konsequenzen aus dem Zahlenwerk. Der Erweiterungsbau des FLG werde sicher irgendwann kommen, „wir sehen die Notwendigkeit“, sagt er. Die Verwaltung braucht deutlich mehr Platz“, weiß er. Zudem mangele es an bestimmten Funktionsräumen. Aber aufgrund der im Schulbedarfsplan prognostizierten Schülerzahlen sehe er keinen akuten Handlungsbedarf.

In Gräfelfing besuchten 2016 laut Statistik 981 Schüler das KHG. 2020 soll mit 1066 ein Höchststand erreicht werden, 2035 sollen es 1033 sein. Der Erweiterungsbau des Gräfelfinger Gymnasiums ist laut Petra Hierl-Schmitz von der Gemeinde Gräfelfing „nicht abschließend vom Tisch“. Doch jetzt werde der Nordtrakt der Grundschule renoviert und dem Gymnasium zur Verfügung gestellt. „Da hoffen wir, dass das dann reicht.“

Die Zahlen aus dem aktuellen Schulbedarfsplan sorgen bei den Kostenträgern der Gymnasien also für Entspannung – wäre da nicht die eben von der CSU-Fraktion im Landtag beschlossene Rückkehr zum G9. Die könnte bauliche Maßnahmen dringlicher machen. Laut Schulbedarfsplan sei bei einer Einführung des G9 ab dem Schuljahr 2020/2021 mit bis zu neun Prozent mehr Schülern am Gymnasium zu rechnen. Petra Hierl-Schmitz meint daher, das KHG müsste mit den ihm jetzt zugesprochenen Räumen auskommen, die Unwägbarkeit sei das G9. „Da muss man jetzt erst einmal abwarten“, sagt sie.

Genau diese Strategie verfolgt der Zweckverband als Träger des FLG bereits. Man wolle adäquate Räumlichkeiten schaffen, aber jetzt warte man ab. „Wenn politisch klar ist, was kommt, unterhalten wir uns mit dem Feo über die Details“, sagt Stefan Schaudig. Dann werde entschieden, wann was gemacht werde.


Victoria Strachwitz

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