Auszeichnung für Elfriede Kalkühler

Rotarier ehren Engel der Bedürftigen

  • Victoria Strachwitz
    vonVictoria Strachwitz
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Elfriede Kalkühler ist seit 37 Jahren ein Engel der Bedürftigen im Würmtal. Jetzt bekommt sie vom Rotary Club Gauting-Würmtal einen Preis für ihre Arbeit – auch davon haben die Bedürftigen etwas.

Würmtal – Elfriede Kalkühler hilft den Menschen im Würmtal, die finanziell schwach aufgestellt sind. Sie hilft ihnen, finanzielle Löcher zu stopfen, und verschafft ihnen damit kurze Verschnaufpausen. Seit 37 Jahren ist sie untrennbar mit dem Förderverein Martinsrieder Christkindlmarkt verbunden. Der Verein bezahlt Würmtalern Stromrechnungen, einzelne Monatsmieten, Verbandsmaterial, zehn Euro für den Schulausflug, Milch und Windeln oder einer sechsköpfigen Familie auch mal eine neue Waschmaschine. Elfi Kalkühler ist Gründerin und Sozialbeauftragte des Vereins. Und sie handhabt die Vergabe von Spenden möglichst unbürokratisch. „Das ist der ganz große Vorteil, den wir haben“, sagt die Martinsriederin.

Jetzt wird sie für ihren Einsatz mit dem Hartmut-Johnsen-Preis des Rotary Club Gauting-Würmtal ausgezeichnet. „Über die Ehrung habe ich mich sehr gefreut. Dass der Verein so 2500 Euro bekommt ist ein besonderes Bonbon“, sagt sie selbstlos. „Gerade zum Ende des Jahres wird es immer ein bisschen eng“, erklärt sie. Der Verein könne unter dem Jahr nämlich keine Werbung machen, seine Schützlinge sollen nicht für Spendenaufrufe herhalten. Erst wenn der Christkindlmarkt anstehe, dann erinnerten sich die Würmtaler wieder an den Verein und dann fließen die Spenden. Aber bis zur Adventszeit sei es gerade noch ein bisschen hin. Und so kommt die Finanzspritze der Rotarier sehr gelegen.

Für den Förderverein Martinsrieder Christkindlmarkt sind 2500 Euro viel Geld. Als er 1981 von Kalkühler und ihrem inzwischen verstorbenen Mann Wilfried gegründet wurde, vergab der Verein jährlich ein paar Tausend Mark an Bedürftige, oder Klienten, wie Kalkühler sie nennt. 2017 waren es fast 70 000 Euro, die Anneliese Bradel verteilte, um über 600 bedürftigen Personen oder Familien im Würmtal zu helfen. Anneliese Bradel, Planeggs dritte Bürgermeisterin und Rotarierin, lobt Kalkühler: „Sie kennt alle ihre Schützlinge, besucht jeden Einzelnen und hat für ihre Sorgen ein offenes Ohr. Nebenbei wirbt sie Spendengelder ein und ist in allen relevanten kommunalen Arbeitskreisen, um für die gute Sache zu kämpfen.“

Kalkühler selbst bezeichnet sich als die Sozialtante des Vereins. Sie sei aber nicht nur für das Ausgeben von Geld zuständig, sondern auch für das Eintreiben. Damit war sie dank der Rotarier wieder ganz erfolgreich. In erster Linie würdigen diese Kalkühlers Engagement, nebenbei bekommt der Verein aber die große Spende. Und die darf Kalkühler dann wieder ausgeben. Den Preis haben vor ihr bereits andere umtriebige Würmtaler bekommen: beispielsweise Herbert Veit vom Helferkreis Asyl im Würmtal sowie Monika und Petra Bezdek vom Eltern-Kind-Programm in Stockdorf.

Lesen Sie auch:  „Beispielloses Engagement“

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