Volkshochschule im Würmtal
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Die Abstände müssen stimmen: Conny Konrad (li.) und Vhs-Leiterin Veronika Wagner vermessen die Räume, damit unter Einhaltung der Hygieneregeln nach Pfingsten wieder Kurse in den Seminarräumen stattfinden können.

Die Vorbereitungen laufen

Vhs will nach Pfingstferien wieder starten

  • Victoria Strachwitz
    vonVictoria Strachwitz
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Die Durststrecke ist vorbei. Die Volkshochschule im Würmtal darf wieder öffnen. Aus dem Internet wird sie sich allerdings nicht zurückziehen.

Würmtal – Volkshochschulen stehen für lebenslanges Lernen. Das Corona-Virus hat dies einmal mehr bestätigt. Diesmal lernten Teilnehmer und Kursleiter gleichermaßen. Denn viele Dozenten der Volkshochschule im Würmtal waren erstmals gezwungen, sich mit den Möglichkeiten des Internets auseinanderzusetzen. Und zahlreiche Teilnehmer griffen das Angebot des Onlineunterrichts dankbar auf.

Räume werden vermessen

Seit dem 30. Mai dürfen die Volkshochschulen wieder Unterricht in ihren eigenen Häusern anbieten. Die Vhs im Würmtal plant, nach den Pfingstferien loszulegen. „Wir hatten eine lange Durstperiode. Es ist eine Erleichterung, wieder aktiv werden zu können“, sagt die Leiterin Veronika Wagner. Ganz so wie früher, wird es aber nicht werden. Wie viele Kurse wieder richtig starten können, ist noch offen. Aktuell werden die Räumlichkeiten vermessen. „So viele Teilnehmer wie zuvor gehen nicht mehr rein, das wird ein Einschnitt“, meint Wagner. Sie kann sich vorstellen, dass Bewegungsangebote teilweise im Freien stattfinden, bei anderen Kursen könne eine Hälfte der Teilnehmer den Kurs live besuchen, die andere werde über das Internet zugeschaltet. „Wir werden jede Möglichkeit prüfen“, versichert sie.

An Kurse im Internet sind zahlreiche Teilnehmer der Vhs jetzt gewöhnt. Über 700 Menschen nahmen während der Zeit der Schließung online an rund 100 Kursen teil. Dazu kommen rund 450 Zuhörer von digitalen Vorträgen und weiteren Veranstaltungen. „Ich bin positiv angetan von unseren Kursleitern und unseren Teilnehmern“, sagt Wagner. Doch ganz glücklich ist sie nicht. Normalerweise biete die Vhs 300 bis 350 Kurse an. Es konnten also viele nicht stattfinden. Dazu gehörten vor allem Workshops und Vorträge. Damit habe die Vhs Umsatzeinbußen erlitten. In welcher Dimension sei noch nicht klar. „Das wird sich erst im Herbst zeigen“, meint Wagner. Sicher sei aber: „Wenn die Situation so geblieben und weiter nur Onlinekurse möglich gewesen wären, wäre es bis zum Herbst ernst geworden.“

Kursgebühren als Spende

Wagner hofft, dass viele, die auf Kurse verzichten mussten, der Vhs die Kursgebühren als Spende überlassen. Sie zeigt sich dankbar, dass sie den Betrieb wieder anlaufen lassen kann und dass es zusätzlich einen Rettungsschirm für Volkshochschulen geben soll, der die solo-selbstständigen Dozenten mit einbeziehe. Die Kursleiter seien nicht fest angestellt. Auch dies habe dazu geführt, dass die Vhs viele Onlinekurse durchgeführt habe. So habe sie den Dozenten ein Honorar zahlen können.

Bei allen Sorgen kann Veronika Wagner der Krise aber auch etwas Positives abgewinnen. Viele Menschen hätten jetzt ihre Hemmungen gegenüber EDV und IT verloren. Auch in Zukunft will sie online Kurse anbieten. Auch wenn sie weiß: „Der persönliche Austausch macht die Vhs aus.“ Aber ein Teil ihrer Klientel gehöre zur Risikogruppe, ein anderer habe Angst, zu Kursen ins Haus zu kommen. „Deswegen ist das ein Weg, den wir teilweise beibehalten werden.“

Während Veronika Wagner die Räume der Vhs Würmtal hinsichtlich der nun erforderlichen Abstandsregeln vermisst und Spender mit Desinfektionsmitteln aufstellt, plant sie bereits das Programm für den Herbst. Dieses werde „klein aber fein“, sagt sie. „Wir werden auch dann noch keine Vorträge mit 30 Teilnehmern anbieten können.“

Die Vhs im Würmtal ist seit 2019 „Stützpunkt Verbraucherbildung“.

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