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11000 Kubikmeter Wasser werden im Würmtal im Durchschnitt pro Tag verbraucht.

Würmtal-Zweckverband: 2019 geplante Investitionen

6 Millionen für neue Leitungen und Kanäle

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Der Würmtal-Zweckverband will 2019  rund 4 Millionen Euro in neue Wasserleitungen investieren, 1,6 Millionen in Abwasserkanäle und 400 000 in Hausanschlüsse. Wenn er die entsprechenden Baufirmen findet.

Würmtal– Josef Mittermayr, Technischer Leiter im Bereich Abwasser, ist froh, dass nicht nur der Sommer mild und trocken war. Am Dienstag wurde noch nach Abschluss von Kanalarbeiten in drei Gautinger Straßen asphaltiert. „Jetzt kommt der Schneepflug durch“, sagt er. „Dank des guten Wetters haben wir das gerade so hinbekommen. Mit Frost im November wäre der Rückstand größer gewesen.“

Dass bis Mitte Dezember gearbeitet und trotzdem eine kleinere Maßnahme zurückgestellt werden musste, liegt an den zunehmenden Schwierigkeiten bei der Auftragsvergabe. „Heuer waren alle Firmen voll“, so Mittermayr. Das habe auch höhere Preise zur Folge gehabt. Gerade in der Tiefbaubranche zeichne sich seit einigen Jahren die Tendenz ab, dass die Kapazitäten erschöpft sind. Mitte der 90er Jahre habe es im Raum München noch mehr als ein Dutzend größere Kanalbaufirmen gegeben. „Heute kann man sie fast an einer Hand abzählen“, sagt Mittermayr. „Ich fürchte, nächstes Jahr geht das Spiel von vorne los. Wenn wir am Ende des Jahres alles so verbaut haben, wie geplant, sind wir froh.“

Die ältesten Kanäle im 200 Kilometer fassenden Netz stammen von Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre. Die Lebensdauer liegt laut Mittermayr zwischen 70 und 90 Jahren. Der Zweckverband bemüht sich, jährlich zwischen einem und 1,5 Kilometer zu erneuern. Für 2019 sind 1450 Meter geplant, dazu die Erneuerung von 106 Hausanschlüssen. Das längste Stück liegt mit 270 Metern in der Flurstraße West in Gräfelfing. Die dort geplante Baustelle bereitet Mittermayr Kopfzerbrechen, denn die Flurstraße endet in einer Sackgasse bei der Zufahrt zur Tiefgarage des Bürgerhauses. „Wenn wir da bauen, kommt ab Steinstraße keiner rein und raus. Und auch nicht in die Tiefgarage.“

Beim Neubau von Wasserleitungen ist im kommenden Jahr Gräfelfing mit 2160 Metern Schwerpunkt. Das liegt laut Christian Binder, Technischer Leiter im Bereich Wasser, daran, dass man sich um einen Synergieeffekt bemühe, also vor Baumaßnahmen der Gemeinde oder gemeinsam mit anderen Sparten tätig werde. Und Gräfelfing hat im kommenden Jahr viel vor mit seinen Straßen.

In den übrigen Gemeinden zusammen plant der Zweckverband weitere 1100 Meter neue Wasserleitungen. 136 neue Hausanschlüsse sind anvisiert. Anspruchsvoll ist laut Binder vor allem die Bahnunterführung Königswiesen. Von deren Tieferlegung sind zwar keine Abwasserkanäle betroffen, sehr wohl aber Wasserleitungen.

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