Kontrollgang im Untergrund: Der Würmtal-Zweckverband prüft regelmäßig die Innenwände der Rohre und Kanäle. Die ältesten Rohre sind seit 1898 in Betrieb.

Investitionen in neue Wasserleitungen

Zweckverband macht Millionenverlust

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Würmtal - 5,6 Millionen Euro will der Würmtal-Zweckverband im kommenden Jahr in  Leitungen investieren. Der Wasserversorger macht 2016 und 2017 insgesamt rund 2,5 Millionen Euro Verlust.

Rund 3,3 Kilometer neue Stahlrohre für die Würmtaler Wasserleitungen sollen im kommenden Jahr verlegt werden. Etwa 1,3 Kilometer Kanal wird saniert oder neu gebaut. Dazu kommt die Erneuerung von mehr als 100 Hausanschlüssen. Das hat der Verbandsrat des Würmtal-Zweckverbandes für Wasser und Abwasser einstimmig auf der Verbandsversammlung beschlossen.

266 Kilometer lang ist das Würmtaler Wassernetz insgesamt, 204 Kilometer die Kanalisation. Die ältesten Rohre sind seit 1898 in Betrieb. Damit alles gut läuft, sollte das komplette Netz einmal alle 100 Jahre erneuert werden. Der Würmtal Zweckverband versucht daher jedes Jahr, wenigstens ein Prozent der Leitungen auszutauschen. Im kommenden Jahr werden es sogar knapp zwei Prozent. Vor allem in Gauting wird viel saniert: Allein in der Grubmühlerfeldstraße wechslt der Verband Leitungen auf einer Länge von mehr als 1000 Meter aus, in der ganzen Gemeinde 1800 Meter. In Planegg sind es 660 Meter, in Gräfelfing 410 und in Krailling 450 Meter (siehe Kasten). „Ein sehr engagiertes Bauprogramm“, sagt die Zwecksverbandsvorsitzende, Kraillings Bürgermeisterin Christine Borst. 1311 Meter Kanalisation wird erneuert beziehungsweise in der Großhaderner Straße in Gräfelfing sowie der Kraillinger Forst-Kasten-Straße neu gebaut.

Der Zweckverband versucht, die Sanierungs-Arbeiten so oft wie möglich mit den Straßenbauprogrammen der Gemeinden abzustimmen. So müssen die betreffenden Straßen nur einmal aufgerissen werden. Strittig war in der Vergangenheit oft der Anschluss von Grundstücken an das Wassernetz. „Wir haben stets die Arbeiten bis zur Grundstücksgrenze vorgenommen, ab dort konnte dann der Eigentümer entscheiden“, erklärt Zweckverbands-Geschäftsführer Klaus Krüger. Manche Eigentümer ließen die Arbeiten von einem anderen Unternehmen erledigen, manche vom Zweckverband und übernahmen auch die Kosten. Andere wiederum weigerten sich, dieses Arbeiten zu bezahlen. Die Satzung wurde daher auf der Versammlung nun insofern geändert, „dass die Arbeiten verpflichtend von uns gemacht werden müssen und der Grundstücks-Eigentümer sie auch bezahlen muss“, so Klaus Krüger.

Der Zweckverband kalkuliert für dieses Jahr mit einem Minus von 1,5 Millionen Euro. Im kommenden Jahr werden es ebenfalls fast eine Million Euro sein. Trotzdem sollen die Gebühren für Frisch- und Abwasser nicht steigen. Die Investitionen fallen mit 5,6 Millionen Euro 2017 geringer aus als dieses Jahr (rund sieben Millionen Euro).

Peter Seybold

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