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In der Planegger Poststraße werden gerade die Wasserleitung und Hausanschlüsse erneuert.  

Neue Wasserleitungen in Krailling und Gauting

Zweckverband investiert sechs Millionen

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Sechs Millionen Euro will der Würmtal-Zweckverband im kommenden Jahr in neue Leitungen investieren. Rund 1,3 Kilometer Abwasserkanäle sowie 2,2 Kilometer Wasserleitungen sollen saniert werden.

Würmtal – Zu den Sanierungen soll die Erneuerung von über 150 Hausanschlüssen kommen. Das hat der Werkausschuss des Würmtal-Zweckverbandes für Wasser und Abwasser in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig bestätigt. Die Gebühren für Wasser sollen stabil bleiben, „für Abwasser nur moderat steigen“, sagt Zweckverbands-Geschäftsführer Klaus Krüger. Beschlossen werden die Projekte aber erst auf einer Sitzung im Dezember.

266 Kilometer lang ist das Würmtaler Wassernetz insgesamt, 204 Kilometer die Kanalisation. Die ältesten Rohre sind seit 1898 in Betrieb. Damit alles gut läuft, sollte das komplette Netz ungefähr einmal alle 100 Jahre erneuert werden. Der Würmtal Zweckverband versucht daher, jedes Jahr durchschnittlich ein Prozent der Leitungen auszutauschen. „Das wäre sonst wie bei einem Haus oder einem Gleisnetz bei der Bahn, wenn man da 50 Jahre lang überhaupt nichts machen würde, kämen auch ganz viele Beschädigungen und notwendige Baumaßnahmen auf einmal auf einen zu“, sagt Krüger. So wie ein Zug nach München bei vielen Baumaßnahmen irgendwann nicht mehr auf andere Gleise umgeleitet werden kann, könnten dann auch Wasser und Abwasser bei Bauarbeiten irgendwann nicht mehr in andere Leitungen umgeleitet werden, erklärt Krüger.

In Krailling und Gauting wird kommendes Jahr viel saniert. Allein in der Kraillinger Bergstraße wechselt der Verband 830 Meter Leitungen aus. Insgesamt sind es in Krailling 1030 Meter Wasserleitungen und in Gauting 260 Meter, die erneuert werden. Dazu kommen 579 Meter Abwasser-Kanal in Gauting und 465 Meter in Krailling. In Gräfelfing (640 Meter Wasserleitungen, die erneuert werden) und Planegg will der Verein keine Kanäle erneuern. In Planegg seien bereits im vergangenen Jahr viele Kanäle erneuert worden, die in Gräfelfing seien nicht erneuerungsbedürftig.

Nicht alle geplanten Bauvorhaben können aber erfahrungsgemäß auch in die Tat umgesetzt werden. Oft genug kommt etwas dazwischen. „Die sechs Millionen Euro Investitionen sind daher nur ein ungefährer Rahmen“, sagt Krüger. Für 2018 kalkuliert der Zweckverband mit einem Fehlbetrag von etwa einer Millionen Euro. „Am Ende werden wir daher aber ungefähr bei einer schwarzen Null rauskommen“, sagt Krüger. Auch für 2017 war ein Verlust von 1,5 Millionen Euro vorgesehen, der sich dann aber bei einer Null einpendelte.

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