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Trinkwasser ist im Würmtal vergleichsweise günstig.

Würmtal-Zweckverband verlangt 1,10 Euro für 1000 Liter

„Wasser muss für jeden erreichbar sein“

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Explodieren die Kosten für Trinkwasser? Im Würmtal keineswegs. Die Preise sind vergleichsweise niedrig - und das seit Jahren.

Würmtal– Die Grünen im Bundestag haben eine Debatte losgetreten: Sind die Preise für Trinkwasser in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen und trägt die Landwirtschaft daran eine Mitschuld? Klaus Krüger, Geschäftsleiter des Würmtal-Zweckverbands schüttelt darüber den Kopf.

Im Würmtal kosten 1000 Liter Trinkwasser aus der Leitung 1,10 Euro zuzüglich sieben Prozent Mehrwertsteuer. „Wasser muss für jeden erreichbar sein“, sagt er. „Wir verlangen nur so viel, wie es auch kostet, es gibt keine Gewinnabführung.“ Der Zweckverband sei stets bemüht, ausreichend Wasser in guter Qualität zu günstigen Preisen bereitzustellen. „Wir versuchen, die Preise nicht explodieren zu lassen.“

Dass der Dünger der Landwirte die Preise für Trinkwasser im Würmtal in die Höhe treibe, treffe nicht zu. „Das kann man bei uns nicht behaupten.“ Der Verband habe mit den Landwirten im Einzugsgebiet Vereinbarungen getroffen. Er bezahle sie dafür, dass sie auf die Wasserqualität Rücksicht nehmen. Ein landwirtschaftlicher Berater entnehme im Auftrag des Verbandes regelmäßig Bodenproben. Und die Landwirte bekämen Geld für Ertragsausfälle, wenn sie Dinge beachteten, die der Qualität des Wassers zuträglich seien. „Wir gehen da nicht mit der Gießkanne drüber“, erklärt Krüger. Und: „Wir versuchen, mit unseren Nachbarn gut auszukommen.“

Für extreme Preissteigerungen beim Trinkwasser ist der Zweckverband nicht bekannt. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 kosteten 1000 Liter Trinkwasser aus dem Hahn im Würmtal einen Euro. „Da haben wir keine großen Sprünge gehabt“, stellt Krüger fest. Die Grundgebühr für den Hauswasserzähler beträgt heute wie damals 25 Euro. Und damit kommen die Menschen im Würmtal vergleichsweise günstig weg. Die Stadtwerke München verlangten 1,57 Euro plus Steuer pro 1000 Liter. Die Zählergebühr betrage 86,28 Euro plus Steuern. In Starnberg werden für den Hauswasserzähler 83,46 Euro brutto pro Jahr verlangt; 1000 Liter kosten dort 1,37 Euro brutto. Der Geschäftsleiter des Würmtal-Zweckverbands ist zufrieden mit seiner Preiskalkulation. Grundsätzlich stellt er fest: „Es wird privaten Unternehmen immer unterstellt, dass sie alles besser und günstiger machen, das stimmt nicht.“ Die Trinkwasserversorgung in Deutschland habe einen hohen Standard. Eine Kostenexplosion hat es dafür zumindest im Würmtal nicht gegeben. Dass hier die Menschen im Supermarkt Trinkwasser aus anderen Regionen kaufen, wundert Krüger: „Das ist die Welt, in der wir leben.“

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