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Das Caritas-Altenheim in Krailling kämpft nun auch mit dem Coronavirus.

Maria Eich in Krailling

Zweites Altenheim im Würmtal kämpft mit dem Coronavirus

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In zwei Altenheimen im Würmtal - Krailling und Planegg - wird gegen das Coronavirus gekämpft. Sie liegen in verschiedenen Landkreisen, es wird unterschiedlich verfahren.

Würmtal – Das Evangelische Alten- und Pflegeheim in Planegg und das Caritas-Altenheim Maria Eich in Krailling kämpfen gegen das Coronavirus. Die beiden liegen in verschiedenen Landkreisen, und so wird unterschiedlich verfahren. In Planegg wurden seit Mittwoch 15 Bewohner und zwölf Mitarbeiter positiv getestet. Die 106 Ergebnisse, die bis Montagmittag ausstanden, liegen mittlerweile fast alle vor. Ein Bewohner, der positiv getestet wurde, ist am Montag verstorben. Wie beim ersten Todesfall, lag auch dieser bereits zuvor im Sterben. Dirk Spohd, Geschäftsführer des Trägers Hilfe im Alter, zeigt sich trotzdem vorsichtig optimistisch: „Wir scheinen es früh aufgedeckt zu haben und können es eindämmen.“ Das Testverfahren sieht er aber kritisch. „Es dürfen nicht fünf bis sechs Tage vergehen, bis wir Ergebnisse kriegen.“

Nicht einmal einen Kilometer weiter, im Caritas-Altenheim Maria Eich, scheinen die Testergebnisse schneller zu kommen. Dort werden sie bereits heute erwartet. Aktuell stehen in Krailling 20 Bewohner der Demenzstation unter Quarantäne. Sie sind 80 Jahre alt und älter. Spohd reagierte erleichtert, als gestern bekannt wurde, dass der Kraillinger Dr. Richard Aulehner nun alle weiteren Tests in Planegg koordinieren wird. „Es gibt jetzt klare Zuständigkeiten.“ Zuvor seien im Landkreis München Gesundheitsamt, Heimaufsicht und Versorgungsarzt für die Pflegeheime zuständig gewesen. Seine Forderung, die Testung der Pflegeheime müsse zentral organisiert werden, wurde damit erhört. Weiter fordert er, dass Altenheime priorisiert behandelt werden. Dass er so lange auf die Ergebnisse habe warten müssen, sei „irre“. Er versteht nicht, warum es im Landkreis München so schwer gewesen sei, Reihentests zu organisieren, und in Starnberg, Dachau und München nicht. Im Landkreis München gebe es auch nur wenig Schutzmaterial. „Uns gehen die Kittel aus.“ Schutzausrüstung ist auch im Caritas-Altenheim Mangelware. Daher „melden wir regelmäßig unseren Bedarf an die staatlichen Behörden und werden parallel als Caritas selbst aktiv“, erklärt die Geschäftsführerin der Caritas-Altenheime, Doris Schneider.

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