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Im Würmtal gibt es bislang sieben öffentliche WLAN-Hotspots. Bald sollen weitere folgen.

Internet im Würmtal

Zunehmend mehr Hotspots für freies WLAN

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Das Finanzministerium zahlt Kommunen in den nächsten Jahren 8000 WLAN-Hotspots. Auch aus dem Würmtal haben sich Gemeinden für das Programm beworben.

Würmtal – In den Rathäusern und Büchereien von Krailling, Gräfelfing und Planegg sowie dem Kraillinger Bürgerhaus Hubertus stehen den Würmtaler Bürgern frei zugängliche WLAN-Hotspots zur Verfügung. Lediglich für die Spots am Gräfelfinger Rathaus und am Kraillinger Hubertus gibt es eine Zeitbeschränkung von zwei Stunden täglich. Passwörter oder andere Einschränkungen gibt es sonst keine. Die Bürger müssen nur die „Nutzungsbedingungen akzeptieren“, sagt Gräfelfings Sprecherin Sabine Strack. Diese beinhalten unter anderem, dass die Surfer alle deutschen Gesetze einhalten müssen. Ein Jugendschutzfilter sorgt dafür, dass „keine jugendgefährdenden Inhalte angeschaut werden können“, sagt Strack.

Lediglich die Gemeinde Neuried bietet ihren Bürgern bisher noch keinen einzigen Hotspot an. „Wir haben bei der Initiative des Finanzministeriums aber zwei für das Rathaus und die Bücherei beantragt“, sagt Rathaus-Sprecherin Christiane Loge.

Auch Krailling hat sich beim Ministerium beworben – „die Ortsmitte wäre für einen neuen Spot sinnvoll, einen genauen Standort haben wir aber noch nicht ins Auge gefasst“, sagt Rathaus-Geschäftsleiter Franz Wolfrum. Ebenso hat das Gräfelfinger Jugendhaus an der Würm Interesse an einem Hotspot in ihren Räumen geäußert. Die Gemeinde Planegg plant ebenfalls zwei weitere Hotspots für die beiden Asylstandorte. „Der Gemeinderat hat die Verwaltung im Mai beauftragt, weitere Standorte im Gemeindegebiet vorzuschlagen“, sagt Sprecherin Bärbel Zeller. Besonders von den Asylbewerbern werden die Möglichkeiten, im Internet surfen zu können, viel genutzt. „Sie wählen sich regelmäßig vor dem Rathaus und der Bücherei ins WLAN ein und nehmen Kontakt mit ihren Heimatländern auf“, sagt Bärbel Zeller. Auch der Hotspot am Kraillinger Hubertus ist hauptsächlich für die Asylbewerber gedacht.

Nicht die geringen Kosten – in Krailling etwa pro Hotspot zehn Euro im Monat – sondern das Problem der Strahlenbelastung und rechtliche Fragen beschäftigen manche Gemeinde. „Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 15. September 2016 ist die Störerhaftung, die vorsieht, dass der Anbieter für Urheberrechtsverstöße Dritter zur Rechenschaft gezogen werden kann, nicht restlos vom Tisch“, sagt Bärbel Zeller. „Es bleibt ein Restrisiko für Kommunen.“ Das Planegger Rathaus versucht daher derzeit, die rechtliche Situation zu klären.

Inwiefern die Hotspots eine Strahlenbelastung für Mitarbeiter und Besucher etwa im Rathaus darstellen, wurde vor einiger Zeit im Kraillinger Gemeinderat behandelt. Ein Gutachter soll jetzt die Strahlenbelastung in öffentlichen Räumen der Gemeinde testen. „Die Gemeinde hat da eine Vorbildfunktion. Auf die Gefahr der Strahlung hinzuweisen und diese zu testen, ist mir ein wichtiges Anliegen“, sagt Gemeinderätin Dietlind Freyer-Zacherl (FBK), die sich mit dem Thema intensiv beschäftigt hat. Alle Hotspots seien so positioniert worden, dass die Strahlenbelastung möglichst gering bleibt, versichert man in allen Würmtal-Gemeinden.

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