Die Neuerscheinung im Gepäck: Verlegerin Gabriela Bracklo macht sich heute mit dem Buch „Der Kamishibai-Mann“ des US-Autors Allen J. Say und Werken anderer Autoren auf den Weg zur Buchmesse in Leipzig. Foto: Sauer

Händler meiden Leipziger Buchmesse

Würmtal - Die Leipziger Buchmesse beginnt diesen Donnerstag. Nur wenige Buchhändler im Würmtal statten ihr einen Besuch ab. Die Gründe sind vielfältig.

In Leipzig dreht sich ab Donnerstag alles um die Welt des Buches. Verlegerin Gabriela Bracklo aus Gräfelfing hat bereits die Koffer gepackt. Mit ihrem neuesten Buch „Der Kamishibai-Mann“ des US-Autors und Illustrators Allen J. Say macht sie sich heute auf den Weg. Sie besucht auch die Messen in Frankfurt und Bologna, aber nur in Leipzig hat sie jedes Jahr einen eigenen Stand. „Die Leipziger Messe ist auch eine Publikumsmesse, das hat sich für uns als sehr schön und sehr erfolgreich erwiesen.“ Ihr gehe es vor allem darum, Kontakte zu knüpfen und Gespräche zu führen, die nach der Messe vertieft würden.

Während Bracklo sich schon richtig auf die Tage in Leipzig freut, zieht es nur wenige Buchhändler aus dem Würmtal dorthin. Die Gründe sind vielfältig. Leipzig sei eine Publikumsmesse, keine Fachmesse und daher weniger interessant als die in Frankfurt, sagen die einen. Zudem finde letztere im Herbst statt, damit sei sie relevanter für das wichtige Weihnachtsgeschäft.

Vielen Buchhandlungen im Würmtal ist die Reise aber vor allem zu aufwendig, sie besuchen keine der beiden Messen. „Wir sind nur zu zweit“, erklärt beispielsweise Andrea Schröder von der Buchhandlung Wort.Schatz in Gräfelfing. Die Filialleiterin der Bücherstube Pollner in Planegg, Cordula Langer, gerät ins Schwärmen, wenn sie von Leipzig spricht. „Da würde ich gerne hinfahren. In der ganzen Stadt sind schöne Lesungen. Ich kann das nur empfehlen.“ Ihr selbst sei es leider nicht möglich. Marc Schürhoff, Leiter der Gautinger Buchhandlung Kirchheim, erklärt, er besuche eher die Frankfurter Buchmesse. „Aber auch nicht regelmäßig.“

Nur die Planegger Buchhandlung „Phantasia“ entsendet zwei Mitarbeiter. Eine davon ist Alessandra Trenkle. Ihr gehe es dort nicht um die Neuerscheinungen. Wie ihre Kollegen ist sie über diese bereits informiert. „Unsere Intention ist es, den Spirit mitzubekommen. Wo stehen die Kunden? In welche Richtung geht das Publikum? Es geht darum, das Gefühl zu bekommen, was dieses Jahr wichtig sein wird“, erklärt sie.

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