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Markus Englmeier von „Englmeiers Bike & Coffee“ in Krailling: „Viele Kunden lassen auch kleinere Arbeiten von uns durchführen."

Tipps von Experten

Unbeschwerter Start in die Radlsaison

Würmtal - Den Winter über fristeten sie ein trauriges Dasein im Keller. Doch jetzt im Frühling ist es an der Zeit, die Fahrräder vom Staub zu befreien und die Radl-Saison einzuläuten.

„Wer sein Fahrrad selbst einem Check unterziehen will, schafft dies in rund 20 Minuten“, erklärt Simon Rhode, Inhaber des Gräfelfinger Fahrradladens „Ohne Ende“. Dazu gehöre, die Reifen aufzupumpen, die Kette zu überprüfen und gegebenenfalls zu ölen sowie zu schauen, ob das Licht noch funktioniert.

Laut Rhode sieht der Kunde meist recht schnell, ob die Räder noch rund laufen, oder ob ein Achter das Fahrvergnügen trübt. „In so einem Fall schadet es nicht, einen Fachmann aufzusuchen“, so Rhode. Zumal dieser über das nötige Spezialwerkzeug verfüge.

Laut Herbert Grund, Inhaber des Pasinger Radgeschäfts Cycle, sollte man außerdem die Bremsen kontrollieren und überprüfen, ob die Pedale noch in Ordnung sind, damit man nicht abrutscht. „Um jederzeit von den Autofahrern gesehen zu werden, finde ich Reflektoren wichtig“, so Grund.

Weil im Winter weniger los ist, bietet Cycle zwischen Oktober und Februar einen kompletten Check für 60 Euro an. Im Frühjahr müssen Kunden 72 Euro investieren. „Wir bemühen uns, das Rad innerhalb von 48 Stunden zu überprüfen“, sagt Herbert Grund. Aufgrund der hohen Nachfrage müssten Kunden momentan mit Wartezeiten rechnen.

Um auch Laien an ihrem Wissen teilhaben zu lassen, bieten die Mechaniker des Gräfelfinger Geschäfts „Rabe Bike“ Werkstatt-Kurse an. „In zwei Stunden erklären wir die Technik und zeigen beispielsweise, wie man ein Schaltwerk einstellt oder die Bremsscheibe ausrichtet“, erklärt Mitarbeiter Matthias Röll.

Die Nachfrage sei in den letzten Jahren stetig gestiegen. So seien viele Kunden lieber selbst in der Lage, Kleinigkeiten zu reparieren. „Manche Leute bringen ihr Rad wegen eines Platten zu uns“, erzählt Röll. Bei „Rabe Bike“ kostet ein kleiner Check in der Regel 40 Euro, eine umfangreichere Prüfung 65 Euro.

Für 50 Euro checken die Inhaber von „Englmeiers bike and coffee“ in Krailling die Räder ihrer Kunden durch. „Da ist dann alles dabei, außer den Ersatzteilen“, sagt Markus Englmeier. In der Regel dauert dies einen Tag. „Vor allem hier in der Gegend lassen die Kunden auch kleinere Arbeiten von uns durchführen“, sagt Englmeier und lacht.

Dass selbst beim Reinigen des Fahrrads einiges schiefgehen kann, erlebt der Experte immer wieder. „Es gibt Leute, die einen Hochdruckreiniger einsetzen. Das sollte man nicht tun“, so Englmeier. Wasser und Spülmittel seien in der Regel völlig ausreichend. Vor allem bei den beweglichen Teilen sei es wichtig, den Schmutz zu entfernen.

Nach wie vor stark im Trend seien Elektroräder. Diese machen bei „Englmeiers Bike and Coffee“ mittlerweile fast 50 Prozent der verkauften Räder aus. Das Vorurteil, dass vor allem ältere Menschen Elektroräder bevorzugen, gebe es kaum noch. Englmeier: „Inzwischen finden auch immer mehr 30-Jährige an diesem Trend Gefallen."

Karin Priehler

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