Würmtaler Sozialdemokraten räumen Ude gute Chancen ein

Würmtal - Die Würmtaler SPD-Mitglieder sind sich nahezu einig: Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude soll für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten kandidieren.

„Er ist kompetent, kann auf Leute zugehen und weiß, was Bayerns Bürger bewegt", sagt Heidi Plank-Schwab, Gemeinderätin und Vorsitzende des Gräfelfinger SPD-Ortsvereins. Sein Engagement habe ihn nicht nur in München zu einer festen Größe gemacht. „Ob in der Oberpfalz oder in Franken - er kommt überall gut an.“

Udes Beliebtheit öffnet ihm nach Ansicht der Kommunalpolitikerin Tür und Tor. „Wenn die Bürger in Bayern schlau sind, hat er bei der Landtagswahl große Chancen.“ Die Wähler dürften sich auf einen bürgernahen, lebhaften und lustigen Ministerpräsidenten freuen, der gute Reden halte und den Gemeinden auf dem Land mehr Gehör schenke. Dass Ude mit fast 66 Jahren bayerischer Regierungschef werden könnte, berge weitere Vorteile: „Er hat Lebenserfahrung, Reife und politisches Wissen. So ein Amt muss jemand ausführen, der mit beiden Beinen im Leben steht.“

Auch wenn Heidi Plank-Schwab Udes Bestrebungen in Sachen dritte Startbahn nicht nachvollziehen kann, so rechnet sie ihm hoch an, dass er immer wisse, was er will. Das vermisst sie an Ministerpräsident Horst Seehofer.

Abgesehen von Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly ist Christian Ude laut Planeggs SPD-Schriftführer Roderich Peter der einzige geeignete Kandidat der Sozialdemokraten. „Was Ude stark macht, ist seine Popularität.“ Mit dem redegewandten und kraftvollen Politiker als Kandidaten sei ein Erstarken der Bayerischen SPD zu erwarten. Dabei hatten Udes Ambitionen den Planegger etwas verdutzt. „Ich war überrascht, dass er in die Landespolitik will.“ Doch ohne Koalitionspartner werde es auch ein Christian Ude nicht schaffen. „Mit den Grünen sollte es klappen“, ist sich Peter sicher. Ude als Zugpferd könne SPD und Grünen jeweils 25 Prozent an Wählerstimmen einbringen. Auf Debatten zur dritten Startbahn und einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke müsse man im Vorfeld gefasst sein.

Ob mit oder ohne Ude - Erika Harder ist überzeugt: „Wir brauchen einen Machtwechsel. Die verkrustete CSU muss in das zweite Glied verschoben werden“, betont die stellvertretende Vorsitzende der Kraillinger SPD. „Allein für den Bereich Bildung haben wir ein besseres Programm.“ Problemen wie der steigenden Landflucht und Arbeitslosigkeit in Nordbayern würde die SPD engagierter entgegentreten. Dafür brauche es keinen Christian Ude. „Seine Kandidatur würde einer Verjüngung der SPD entgegenstehen“, meint Erika Harder. Von Markus Rinderspacher über Natascha Kohnen bis Florian Pronold gebe es fähige junge Leute, die auch kandidieren könnten.

Klare Bekenntnisse zu Christian Ude kommen aus Neuried. „Er ist die richtige Person“, findet SPD-Gemeinderat Gerd Richter. „Ude lässt sich nicht verbiegen.“ In Sachen Startbahn und S-Bahn-Tunnel bedeute das: „Wenn ihn die SPD als Spitzenkandidat nimmt, muss sie seine Überzeugungen akzeptieren.“

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