Unter der Regie des Kreisjugendrings Starnberg beteiligte sich auch der Kraillinger Nachwuchs an der Stadtradel-Aktion. Auch deshalb liegt Krailling auf dem dritten Platz, weit vor dem Würmtaler Schlusslicht Gräfelfing. Foto: dagmar rutt

Würmtaler strampeln 240 000 Kilometer

Würmtal - Die Gautinger radeln mit Begeisterung. Beim diesjährigen Stadtradeln hängten sie den Rest des Würmtals ab. Die Gräfelfinger gaben keine gute Figur ab.

„Die Luft ist raus beim Stadtradeln.“ Diese Befürchtung ist widerlegt. Die Würmtaler traten heuer wieder kräftig in die Pedale und ließen dafür drei Wochen lang das Auto stehen. Am Samstag war Schluss. Nach gestrigem Stand legten die Würmtaler auf ihren Radeln 239 190 Kilometer zurück. Das ist fast die sechsfache Länge des Äquators.

Die Gautinger Radler haben im Würmtal und im Landkreis Starnberg die Nase vorn. Die Planegger liegen dicht dahinter, gefolgt von Krailling und Neuried. Schlusslicht ist Gräfelfing. Das wird im Gräfelfinger Rathaus bedauert, doch Thomas Leineweber, Leiter des Umweltamtes, ist optimistisch. „Wir lassen uns nicht entmutigen.“ Gräfelfing werde weiter mitmachen. „Seit letztem Jahr haben wir uns immerhin fast verdoppelt“, sagt er im Hinblick auf die geradelten Kilometer.

Ist die Liebe der Gräfelfinger zu ihrem Auto so stark? Leineweber nennt einen anderen Grund: In Gräfelfing sei das Rathaus die treibende Kraft hinter der Aktion und nicht ein Verein oder eine Schule wie in den anderen Gemeinden.

Auch Gauting blieb hinter den Erwartungen des örtlichen Stadtradler-Stars Alexander von Engelhardt zurück. Dieser hatte Bürgermeisterin Brigitte Kössinger zu Beginn der Aktion seinen Autoschlüssel überreicht und gemeint: „Die 200 000-Marke ist machbar.“ Der für das Stadtradeln im Rathaus verantwortliche Wilhelm Rodrian zieht nun Bilanz und sagt: „Ich hoffe, wir kommen über die 100 000 Kilometer hinaus.“ Einige Tage haben die Teilnehmer noch Zeit, gefahrene Kilometer zu melden; es könnte gelingen.

Den Spitzenplatz belegt Gauting dennoch - auch an anderer Stelle. Die Stadtradler konnten Problemstellen melden. Orte, an denen etwa ein Radweg oder eine bessere Beschilderung erforderlich ist. Mit Hilfe dieses „RADars“ gingen in Gauting 42 Hinweise ein. „Wir hatten auch im vergangenen Jahr sehr viele Meldungen“ sagt Rodrian entspannt. 70 Prozent seien damals von einer Person gekommen. Mit demjenigen, der 2014 die meisten Hinweise lieferte, „mit dem bin ich schon verabredet“, sagt Rodrian. Es habe auch Meldungen gegeben wie: „Da liegen Pferdeäpfel auf dem Fahrradweg.“

Krailling darf sich über eine positive Meldung freuen und drei negative bearbeiten. „Zwei davon müssen wir mit der Polizei-Inspektion klären“, sagt die zuständige Gemeindemitarbeiterin in Krailling, Susanne Brittinger.

Thomas Leineweber aus Gräfelfing ist dankbar für acht Hinweise. Einige Radler hätten bekannte Probleme gemeldet, wie die Pasinger/Planegger Straße. „Diese können nicht von heute auf morgen gelöst werden. Aber die Hinweise helfen bei der Argumentation, wenn es darum geht, Geld in die Hand zu nehmen“, erklärt er.

„Bei mir ist nichts eingegangen“, sagt Neurieds Sprecherin Inke Franzen im Hinblick auf die Aktion „RADar“. „Demnach müssen die Radwege bei uns perfekt sein“, meint sie. In Planegg scheinen sie ähnlich gut. „Es wundert mich, dass keine Hinweise eingegangen sind“, sagt aber Planeggs Mobilitätsreferent Roman Brugger. „Das eine oder andere hätte ich schon erwartet. Es ist ja nicht so, dass man nichts verbessern könnte.“

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