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Mittagspause im Biergarten: Die Gautinger Philipp Jäger und Rudi Haas nutzten am Dienstag die regenfreie Zeit für einen Besuch im Kraillinger Gasthof „Alter Wirt“.

2016 ist kein Biergarten-Jahr

Biergarten-Wetter schaut anders aus. Die Wirte im Würmtal klagen über Umsatz-Einbußen. Auch die Fußball-EM konnte es bisher nicht richten. 

„Das Wetter war bescheiden“, sagt Sabri Konxheli, Pächter der „Kraillinger Brauerei“. „Es war eine Katastrophe“, bekräftigt Oliver Langemann vom Lochhamer Pschorrhof. Für die Betreiber der Biergärten im Würmtal hat es heuer bislang viel zu viel geregnet. „Das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung“, konstatiert Melanie Salaw von der Gaststätte „Lochhamer’s El Diablo“.

Für dieses Wochenende prophezeit der Wetterbericht zwar schon wieder sonniges Wetter und wärmere Temperaturen. „Noch ist das Kind nicht in den Brunnen gefallen. Ich meine, dass sich alles noch zum Guten wenden kann“, gibt sich Brauerei-Wirt Konxheli optimistisch. Langemann traut der guten Wetterprognose nicht. Er fürchtet Wärmegewitter. „Vor drei bis vier Jahren hatten wir das auch schon, da kamen immer pünktlich um sechs Uhr die Gewitter.“ Würmtaler empfänden den Sommer dann oftmals als schön. Da er sein Geschäft im Biergarten aber hauptsächlich abends mache, habe er nichts davon. Sollten Wärmegewitter ausbleiben, benötigt er zumindest mehrere sonnige Tage in Folge. „Wenn es mal wieder schön ist, toben sich die Leute im Großbiergarten aus. Erst wenn sie keine Lust mehr auf Selbstbedienung und Spareribs haben, kommen sie zu uns“, sagt Langemann. Auf ein paar schöne Tage folgten gleich wieder Regen und kühlere Temperaturen. Sein Resümee lautet deshalb: „Die Biergartensaison 2016 kann man abhaken.“

Ludmilla Kaspar vom Neurieder Wirtshaus Lorber findet den aktuellen Sommer dagegen „schon okay“. Sie bleibt zuversichtlich: Vergangene Woche sei es schön, der Biergarten von zwölf Uhr mittags bis nachts voll gewesen. „Wenn es bei einem Tag Regen und fünf Tagen Sonne bleibt, dann passt es.“

Auch in der Planegger Gaststätte Heide-Volm hoffen die Wirte weiter auf schöne Sommertage. Die bisherige Bilanz fällt allerdings eher mager aus: Im April sei der Biergarten fünf Tage, im Mai 13 Tage geöffnet gewesen, berichtet Daniela Heide. Auch der Juni sei nicht positiv aufgefallen. Sie weiß aus Erfahrung, „dass es immer ein Jahr gut ist und ein Jahr schlecht“.

„Mai und Juni sind normalerweise die Hauptmonate“, so auch ihr Kraillinger Kollege Konxheli. Zumindest sei der Juli bislang besser gewesen als die Monate davor. Die Fußball-Europameisterschaft habe die Verluste allerdings nicht ausgleichen können. Public Viewing habe im Würmtal nur selten im Garten stattgefunden.

Was Heinz Stieglitz vom Gasthof „Alter Wirt“ in Krailling bestätigt. „Auch während der Fußball-Europameisterschaft konnte man kaum draußen die Leinwand benutzen. Immer war es entweder zu kalt, oder es hat geregnet. Das ist bis jetzt einer der schlechtesten Biergartenumsätze der vergangenen Jahre.“

Johanna Barsy, Wirtin des Forsthauses Kasten zwischen Neuried und Gauting, bleibt gelassen. „Wir machen das jetzt seit 27 Jahren, da haut uns nichts mehr um.“ Sie bleibt optimistisch, es sei noch alles drin. Vielleicht kommt ja ein schöner, sommerlicher Herbst. „Den Strich machen wir am Ende des Jahres.“

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