Kriminalstatistik

25 Prozent mehr Straftaten in Neuried

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Neuried - Die Zahl der in Neuried verübten Straftaten ist stark angestiegen. Die Polizei reagiert mit verstärkter Präsenz.

Über 40 Straftaten mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: Die Polizei registrierte in den ersten zehn Monaten dieses Jahres in Neuried insgesamt 198 Delikte. Begangen wurde diese vor allem „im Frühjahr und zur Jahresmitte hin“, wie Siegfried Janscha, Leiter der Planegger Inspektion, jetzt auf der Neurieder Bürgerversammlung sagte. Die Polizei habe daraus Konsequenzen gezogen und eine höhere Präsenz im Gemeindegebiet gezeigt. Insgesamt sei die Zahl der Eigentumsdelikte um 30 auf 68 gestiegen, darunter vier Einbruchsversuche und zwei erfolgte Einbrüche.

Entwarnung vermochte Janscha keine zu geben. Erst Mitte November sei es wieder zu einem sogenannten Dämmerungseinbruch gekommen, wie sie derzeit verstärkt im Würmtal verübt würden. Janscha riet den Bürgern, sich bei Fragen zur Sicherheit ihrer Anwesen an Richard Sommer zu wenden, den Kontaktbeamten der Planegger Polizeidienststelle.

Die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte, Enkeltrickbetrügereien inklusive, blieb laut Janscha mit 23 in etwa gleich. Die Sachbeschädigungen stiegen leicht an, auf insgesamt 32 zwischen Anfang Januar und Ende Oktober. Zu nennen seien hier vor allem Beschädigungen an Autos. Dass die Zahl der registrierten Rauschgiftstraftaten um acht auf 19 stieg, ist für Janscha weniger ein Zeichen steigenden Rauschgiftkonsums denn intensiverer Kontrollen durch besonders geschulte Polizeibeamte.

Das seit Jahren leer stehende Hettlage-Gebäude war auch heuer Anziehungspunkt vor allem für Heranwachsende. Obwohl komplett verschalt, verschafften sich immer wieder Unbefugte Zutritt, um etwa auf dem Dach zu grillen. „Das ist lebensgefährlich“, so Janscha mit Verweis auf die mit Scherben übersäten Stockwerke und teils fehlenden Treppengeländer. Die Polizei musste besonders in den warmen Monaten öfter anrücken. Wer erwischt wurde, erhielt eine Anzeige.

Die Zahl der Unfälle stieg um 18 auf 139, 18 Personen wurden verletzt, darunter neun Radler und drei Fußgänger. An zehn Unfällen waren Radfahrer beteiligt, fünf davon betrafen auch Autofahrer. Dreimal, so Janscha, sei der Autofahrer schuld gewesen, zweimal der Radfahrer. 21 Fahrer, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen, wurden aus dem Verkehr gezogen. 2015 waren es im gleichen Zeitraum nur elf.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa

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