O2 zieht Antrag auf Mobilfunkstandort zurück

Gräfelfing - Mobilfunkbetreiber O2 hat einen seit Jahren ebstehenden Antrag auf einen neuen Standort am Amselweg zurückgezogen.

Es geht um ein Projekt aus der Frühzeit dessen, was inzwischen als Gräfelfinger Modell bei der bauplanungsrechtlichen Behandlung von Mobilfunkanlagen bekannt ist. Vor über zehn Jahren begann O2 mit dem Bau besagter Sendestation. Nachdem die Trägerkonstruktion errichtet worden war, forderte die Kommune den Betreiber angesichts der städtebaulichen Relevanz der Anlage auf, einen Antrag auf isolierte Befreiung zu stellen. Dieser wurde bis heute nicht verbeschieden.

Stattdessen erarbeitete die Kommune bekanntlich für das gesamte Gemeindegebiet einen Plan mit so genannten Positivstandorten: Diese sollten als wünschenswerter Ersatz dafür gelten, dass im Gegenzug die Bebauungspläne für Wohngebiete keine Sendeanlagen mehr zuließen.

Während die Mobilfunkbetreiber das Konzept, das eine Fachfirma im Auftrag der Gemeinde errechnet und erstellt hatte, als technisch ungenügend hinstellten, setzte die Gemeinde es Zug um Zug in den Bebauungsplänen um.

Mit dem Mobilfunkbetreiber O2 führte die Gemeinde vergleichsweise früh konstruktive Gespräche. Dass O2 nun den Antrag für den Amselweg zurückzog, kommentiert Bürgermeister Christoph Göbel zurückhaltend: „Wir haben dem Interesse von O2, die Versorgung zum Beispiel mit UMTS deutlich zu verbessern, mit dem Positivstandort am TSV Rechnung getragen und Baurecht dafür geschaffen. Es ist ein gutes Zeichen, dass dieser Weg offenbar auch für O2 gangbar ist.“ Dies sei letztlich die Erfüllung dessen, was mit dem Betreiber, mit dem die Gemeinde in gutem Kontakt stehe, besprochen worden sei.

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