Die Planegger Bahnhofsgegend soll ein neues Gesicht erhalten.

Die Zukunft des Bahnhofareals

Planegg - Mit einem Informationsabend für Bürger startet am 23. Januar das neue Planungsverfahren zur Neuordnung des S-Bahnhofumfelds in Planegg und Krailling.

Ein Ideenwettbewerb im Jahr 2010 bildete den Auftakt für die Neugestaltung des Bahnhofareals in Planegg. Die Entwürfe der Preisträger entpuppten sich jedoch als schwer zu realisieren, zudem wollten sich die Familie Heide und das Unternehmen Emeran Braun, beide direkt am Bahnhof ansässig, damals noch nicht aktiv in den Planungsprozess einbringen. Dies hat sich zwischenzeitlich geändert, weshalb die Gemeinde Planegg ein neues Planverfahren auf die Beine gestellt hat - gemeinsam mit der Nachbarkommune Krailling.

Acht Architekten, die meisten bereits 2010 am Wettbewerb beteiligt, sollen Entwürfe für ein attraktives und modernes Bahnhofsareal erarbeiten. Den Auslobungstext, den die Planer als Grundlage für die neuen Entwürfe an die Hand bekommen, wollen die Gemeinderäte beider Kommunen, die Familie Heide und die Firma Emeran Braun gemeinsam entwickeln. Über die Ergebnisse können sich Bürger am 23. Januar in der Gaststätte Heide-Volm ab 18 Uhr informieren. Es besteht dann noch die Möglichkeit, Anregungen einzubringen.

Sobald der Auslobungstext steht, müssen noch die Gemeinderäte Planeggs und Kraillings zustimmen, anschließend dürfen die Architekten loslegen. Das Verfahren soll in die Aufstellung mehrerer Bebauungspläne münden, in denen die neuen Nutzungen städtebaulich attraktiv (auch unter verkehrlichen Gesichtspunkten) abgebildet sind. Frühestens im Herbst 2016 wird dies geschafft sein. Bis das neue Bahnhofsareal Gestalt angenommen hat, dürften weitere zehn bis 15 Jahre ins Land gehen, heißt es in der Gemeinde Planegg.

Wie das Areal gestaltet wird, steht bereits in weiten Teilen fest, da die Verfahrensteilnehmer konkrete Wünsche formuliert haben. Die Gemeinde Planegg möchte im Norden entlang der Gleise generationenübergreifendes Wohnen ins Werk setzen, zudem Gastronomie oder Handelsflächen. Dort, wo jetzt der Gasthof Eiche steht, sollen herkömmliche Wohnungen entstehen. Besonders die Bereitschaft der Heides, ihr Grundstück überplanen zu lassen, eröffnet neue Möglichkeiten. Die Gastronomie-Familie will den 1800 Menschen fassenden Festsaal abreißen und an der Bahnhofstraße ein Hotel bauen sowie einen Supermarkt ansiedeln.

Weiter südlich hat die Gemeinde Krailling die berechtigte Hoffnung, einige Flächen des Unternehmens Emeran Braun am Höhenweg erwerben zu können, die nicht mehr genutzt werden. Dort könnten dann Wohnungen entstehen. Eine Erschließung über den Hackerberg will Bürgermeister Christine Borst unbedingt vermeiden, deshalb wird gerade viel über innovative Wohnformen ohne Auto nachgedacht.

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