Zwei neue Spielplätze für Gräfelfing

Gräfelfing - Die Gemeinde Gräfelfing will noch in diesem Jahr, spätestens jedoch 2016, zwei neue Kinderspielplätze im Ortsgebiet einrichten

Ein Spielplatz wird am Prof.-Max-Dieckmann-Platz (Neunerberg) liegen, der andere in der Lochhamer Waldparksiedlung, an der Ecke Linden-/Friedenstraße/ An der Dornwiese.

Den Spielplatz am Prof.-Max-Dieckmann-Platz hatte die IGG beantragt, weil es in diesem Bereich auf Gräfelfinger Wohngebiet keinen Spielplatz, jedoch viele junge Familien mit Kindern gebe. Die Verwaltung kam nach Worten von Bürgermeisterin Uta Wüst zu dem Schluss, dass der Platz eine „optimale Situation“ für einen Spielplatz biete, etwa wegen der Lage und wegen des Baumbestands, der Schatten wie auch sonnige Flächen zulasse. Zwar seien „die Nachbarn nicht alle begeistert“, doch handle es sich um eine für einen Spielplatz gut geeignete öffentliche Grünfläche.

Bauamt-Mitarbeiter Roland Strecker präsentierte den Mitgliedern des Bauausschusses seine vorläufige Planung. Demnach würde der Spielplatz jeweils einen entsprechend möblierten Bereich für kleine und größere Kinder bekommen. Vor allem im Kleinkindbereich sollen auch Bänke mit Picknicktische stehen, um den Eltern den Aufenthalt zu erleichtern. Die Kosten für diesen Spielplatz sollen sich nach vorsichtiger Schätzung auf bis zu 80 000 Euro belaufen.

Frank Sommer (Grüne) wies darauf hin, dass just in diesem Bereich des Prof.-Max-Dieckmann-Platzes ein geplanter Mobilfunkstandort im Rahmen des Gräfelfinger Mobilfunkkonzeptes liege. Bürgermeisterin Uta Wüst fand, die beiden Nutzungen müssten sich „nicht widersprechen“; man werde auf den Standort „Rücksicht nehmen“ und genügend Platz für den Antennenmast frei halten. Zudem sei der Standort bei der Nachbargemeinde Planegg ohnehin umstritten, und es laufe aktuell die Suche nach einer Alternative.

Der zweite gefundene Standort, am nördlichen Ende der Lindenstraße, war weniger umstritten. Ursprünglich hatte Antragstellerin Marion Appelmann (CSU) den Lindenplatz dafür im Blick gehabt. Sie ließ sich jedoch überzeugen, dass dieser Platz in seiner jetzigen Erscheinungsform ein wertvolles Unikat in Gräfelfing und möglichst so zu erhalten sei. Nur Franz Lang (SPD) beharrte auf dem Lindenplatz als zukünftigem Spielplatz-Standort und lehnte den Beschluss ab. Er fand es unglaubwürdig, dass die Fundamente für die Spielgeräte die Wurzeln der Lindenbäume beschädigen würden. Bei diesem Spielplatz könnte heuer zunächst nur der Kleinkindbereich errichtet werden, weil nicht genügend Geld im Haushalt eingestellt ist.

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