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Die  Autobahn-Unterführung   für eine Anschlussstelle im Osten Gräfelfings wurde zeitgleich mit der A 96 errichtet. Nach 50 Jahren könnte sie nun in Betrieb genommen werden.

Bundesverkehrsministerium stimmt zu

Zweiter Gräfelfinger A 96-Anschluss möglich

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Das Bundesverkehrsministerium hat einer zweiten Autobahn-Anschlussstelle in Gräfelfing zugestimmt. Jetzt will Bürgermeisterin Uta Wüst den Bau der Umgehungsstraße zwischen Autobahn und Würmtalstraße im Osten des Gewerbegebiets vorantreiben.

Gräfelfing – „Nach Durchsicht der Unterlagen bin ich mit der Weiterplanung der skizzierten Anbindung an die Verteilerfahrbahn der A 96 einverstanden.“ Dieser eine, simple Satz in einem Schreiben von Stefanie Schäfer, Referatsleiterin im Bundesverkehrsministerium, eröffnet in Gräfelfing neue verkehrspolitische Perspektiven. Denn er beseitigt ein K.o.-Kriterium für den Bau der dringend benötigten kommunalen Entlastungsstraße.

Lange galt die Erteiliung dieser Zustimmung als aussichtslos: Zwei Autobahnanschlussstellen könnten nicht so nahe beieinander liegen, hieß es. Und: An eine Autobahn könnten nur übergeordnete Verkehrswege, sprich Bundes- oder Staatsstraßen, angebunden werden. Beide Bedenken scheinen nun für das Bundesverkehrsministerium und auch für die Autobahndirektion Südbayern, die den Vorgang ans Ministerium zur Prüfung weiterleitete, keine Hinderungsgründe zu sein. Die Zustimmung ist freilich an Auflagen gebunden. Die Gemeinde müsste die Anschlussstelle komplett selber bezahlen. Und die Planung müsste mit den genannten Behörden eng abgestimmt werden – vor Einleitung der Genehmigungsplanung.

Für Bürgermeisterin Uta Wüst ist dies ein Startschuss. „Wir werden das Projekt kommunale Entlastungsstraße nun wieder in den Gremien beraten“, sagte sie auf Merkur-Anfrage. Als kurzfristige Maßnahmen zur verkehrlichen Entlastung auf der Pasinger Straße sollten die Vorschläge des Büros Obermeyer Umsetzung finden, als langfristige Lösung die Verbindung zwischen Autobahn und Würmtalstraße über den ertüchtigten Neurieder Weg hergestellt werden.

Die Mehrheiten im Gemeinderat dafür zu bekommen, dürfte indes eher Hürdenlauf als Sprint werden. Die CSU als größte Fraktion sieht es laut deren Chef Peter Köstler als verfrüht an, „den großen Wurf zu bejubeln“. Köstler: „Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass mit zwei Autobahnausfahrten der Verkehr nicht wie erhofft aus den Wohngebieten herauszubringen ist.“ Es dürfe nicht geschehen, lediglich eine zusätzliche Straße zu bauen, die weiteren Verkehr anziehen werde, ohne eine spürbare Entlastung im Ortsgebiet zu erreichen. „Dies ist das berechtigte Interesse der Bürger“, so Köstler. Die CSU sei allerdings gerne bereit, sich Gutachten dazu genau anzuschauen. Köstler: „Wir sind die letzten, die sich gegen eine Umgehungsstraße sperren, wenn sie die nötige Entlastung bringt. Aber ich bin skeptisch.“

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