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Kraniche machen Zwischenstopp an der Küste

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Vogelzug
Kraniche fliegen über ein Feld. © Sina Schuldt/dpa

Die Kraniche aus Skandinavien und dem Baltikum legen jedes Jahr in Mecklenburg-Vorpommern eine Rast ein, um Kraft zu tanken und sich zu ihren einheimischen Artgenossen zu gesellen. Die Zuggewohnheiten der Vögel haben sich jedoch in den vergangenen Jahren verändert.

Groß Mohrdorf (dpa/mv)- Auf ihrer alljährlichen Wanderung in den Süden legen die Kraniche aus Skandinavien Anfang Oktober an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern einen Zwischenstopp ein. Während die Tiere, die an der Küste rasten, vor allem aus den skandinavischen Ländern kämen, legen die Vögel aus dem Baltikum und Polen eher in der Region Müritz Rast ein, sagte Günter Nowald, Leiter des NABU-Kranichzentrums in Groß Mohrdorf am Donnerstag. Es gebe jedoch auch eine einheimische Population.

Eine größer werdende Anzahl von Vögeln - um die 30 000 - versuche zudem den Winter über in Deutschland zu bleiben, die meisten dieser „Zugmuffel“ blieben laut Nowald in Niedersachsen. Die Zahl der Überwinterer im Nordosten schwanke zwischen 5000 und 10 000 Tieren. Der überwiegende Anteil an Kranichen ziehe jedoch in den Süden, hiervon ungefähr 100 000 bis Frankreich und 200 000 bis auf die iberische Halbinsel.

Ob die Vögel in Deutschland bleiben oder weiterziehen, das hänge laut dem Forscher sowohl von der individuellen Entscheidung der Kraniche ab als auch vom Nahrungsangebot. Bleibe unter anderem viel Mais auf den Feldern stehen, stehe den Tieren auch mehr Nahrung zur Verfügung. Wie Nowald ausführt, seien im Winter 1999 auf 2000 noch alle Vögel - die die Forscher beringt hatten - die fast 2000 Kilometer Luftlinie bis nach Spanien gezogen. Heute liege die durchschnittliche Wanderungsentfernung dagegen bei 700 Kilometern. dpa

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