Virtuelles Begräbnis für den Internet Explorer 6

Einst Platzhirsch, jetzt Ärgernis: Der Internet Explorer hält mit den Browser-Standards lange nicht mehr mit. User sagen ihm jetzt endgültig "so long".

Er war der Platzhirsch unter den Browsern. Mittlerweile ist er nur noch ein Ärgernis für Webentwickler und Nutzer. Nun veröffentlichen Blogger einen Abgesang auf den Internet Explorer 6.

Jeder darf einmal draufhauen. Auf der Website Dear IE6 verabschieden sich Nutzer vom gehassten Browser. Über Twitter schreiben sie eine Nachricht an den User DearIE6, der die guten (aber größtenweils wohl eher schlechten) Wünsche auf seine Seite packt. So long - Bis dann!

Schon im Sommer vergangenen Jahres forderte Dave Auayan auf IE6 Death March das Absetzen des Browsers, der 2001 veröffentlicht wurde. Älter als der Terroranschlag vom 11. September, älter als der Nintendo GameCube und der iPod - Zeit, etwas zu ändern. So argumentiert der Nutzer. Dazu listet er Dinge auf, die jünger sind als der IE6.

Ein Grund für die Wut der Internet-Gemeinde ist sicher die Arroganz von Microsoft. Nach dem anfänglichen Erfolg des Browsers und einem enormen Marktanteil entschlossen sich die Programmierer, den IE6 nicht mehr weiterzuentwickeln. Der Todesstoß kam vom Konkurrenten Mozilla, der mit seinem Firefox-Browser eine nutzer- und vor allem auch designerfreundlichere Web-Anwendung entwickelt hatte.

"IE6 am Ende" schreibt Ajax-Info und veröffentlicht eine Kurve, die die Verbreitung des Browsers verdeutlicht. Von 90 % Marktanteil im Jahr 2005 stürzte Microsofts Browser in drei Jahren auf 20 % ab. Das liegt aber nicht nur an den erfolgreichen Mitbewerbern, sondern auch am Nachfolger. Der IE7 ist sicherer und orientiert sich mehr an Standards und vor allem der Konkurrenz.

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