Ärzte: Drohende Behandlungsverweigerung "alljährliche Panikmeldung"

- Berlin - Ärztevertretungen haben einen Bericht über eine drohende Zurückweisung von Patienten aus Praxen als "alljährliche Panikmeldung" zurückgewiesen. Grundsätzlich könne kein Arzt notwendige Behandlungen abweisen, stellten die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie die Bundesärztekammer am Donnerstag in Berlin klar.

<P>Die Diskussion um abgelehnte Behandlungstermine wegen angeblich aufgebrauchter Ärzteetats für die Behandlung von Kassenpatienten komme seit Ende 1992 immer jeweils zum Jahresende auf, hieß es. Damals waren für die einzelnen Bereiche des Gesundheitswesens finanzielle Obergrenzen (Budgets) eingeführt worden.</P><P>Nach Angaben der "Bild"-Zeitung müssen Millionen Patienten damit rechnen, dass sie Ende des Jahres keinen Behandlungstermin bei ihrem Arzt mehr bekommen. Die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) befürchtet nach Angaben des Blattes, dass im Dezember bis zu 20 Prozent aller Praxen Patienten abweisen werden.</P><P>Die Experten begründeten diese Einschätzung mit finanziellen Engpässen durch die Budgetierung der Gesundheitsausgaben. Ende des Jahres seien die Budgets vieler Ärzte aufgezehrt. Die DGVP hat laut "Bild"-Zeitung Versicherten empfohlen, Behandlungstermine frühzeitig zu planen und "jetzt noch schnell Arzttermine zu vereinbaren".</P><P>"Diese Debatte haben wir alle Jahre wieder", sagte KBV-Sprecher Roland Stahl. Er verweis darauf, dass Ende Dezember Ärzte auch im Urlaub seien. Dafür gebe es aber Vertreterlösungen. Stahl: "Es gibt überhaupt keinen Grund, jetzt zum Sturm auf Praxen anzusetzen." Bei der Ärztekammer hieß es, kein Patient müsse sich Sorgen machen, dass er nicht behandelt werde, wenn es notwendig sei.</P>

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