Aids in Osteuropa Gesundheitsrisiko Nummer Eins für Junge

- Köln (dpa) - Aids ist in Osteuropa nach Einschätzung von UNICEF das Gesundheitsrisiko Nummer Eins für junge Menschen. Allein im Jahr 2003 infizierten sich in osteuropäischen Ländern 230 000 Menschen mit dem Aidsvirus, 80 Prozent davon waren unter 30 Jahre alt, wie UNICEF Deutschland am Donnerstag in Köln berichtete.

<P>Nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen leben in Osteuropa derzeit mehr als 1,5 Millionen HIV-Infizierte. Wichtig sei, besonders Jugendliche über die Aids-Gefahren zu informieren.</P><P>"Ohne massive Aufklärungskampagnen wird Osteuropa von der Seuche überrollt", warnte der Geschäftsführer von UNICEF-Deutschland, Dietrich Garlichs. Vor allem Jugendliche infizierten sich, weil sie nicht wüssten, wie sie sich schützen können. UNICEF-Befragungen hätten ergeben, dass mehr als die Hälfte der Jugendlichen in Osteuropa nach eigener Einschätzung wenig oder gar nichts über Aids wisse.</P><P>Hauptübertragungswege seien verseuchte Injektionsnadeln und ungeschützter Geschlechtsverkehr. Durch Menschenhandel und Prostitution gelange das Virus auch verstärkt nach Westeuropa. Vor der am Montag in Dublin beginnenden internationalen Konferenz zu Aids in Europa und Zentralasien warnte UNICEF davor, die Gefahr zu unterschätzen. In den Staaten Osteuropas und Zentralasiens breite sich das Aidsvirus schneller aus als irgendwo sonst auf der Welt.</P>

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