Aids-Konferenz: Zugang zu Medikamenten in zwei Jahren verzehnfachen

- Frankfurt/Main - Internationale Hilfsorganisationen haben sich im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: In gut zwei Jahren sollen zehn Mal so viele Infizierte in Afrika Zugang zu modernen Medikamenten bekommen. Die Initiative "3 by 5" der Weltgesundheitsorganisation WHO zielt darauf, bis 2005 drei Millionen Menschen mit antiretroviralen Medikamenten zu behandeln. Heute bekämen nur 300 000 Menschen diese Therapie, sagte der Direktor des HIV-Aids-Departments der WHO, Paulo Teixeira, am Montag in Eschborn bei Frankfurt.

<P><BR>Dort beraten auf Einladung der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) bis Dienstag internationale Hilfsorganisationen über Maßnahmen, die Krankheit einzudämmen, an der weltweit rund 42 Millionen Menschen leiden. Sie ziehen Bilanz nach einem Jahr der Initiative "Backup" der GTZ. Mit den zur Verfügung stehenden 25 Millionen Euro werden Aufklärungskampagnen unterstützt, Medikamente gekauft, medizinisches Personal ausgebildet und Einrichtungen vor Ort gestärkt, die dafür sorgen, dass Kranke wirklich behandelt werden.</P><P><BR>"Es gibt heute viele Organisationen, die Aids bekämpfen, aber zu wenig Kooperation zwischen ihnen", sagte Rik Peeperkorn vom Programm UNAIDS der Vereinten Nationen. Harmonisierung sei das Gebot der Stunde. Brad Herbert vom Global Fund gegen HIV/Aids hält das Ziel von "3 by 5" für ehrgeizig, aber nicht unmöglich. Die Medikamente seien besser geworden, ihre Preise stark gesunken. "Es gibt durchaus Grund, optimistisch zu sein." </P>

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