Wer allein lebt, erkrankt eher am Herzen

- London- Alleinlebende haben laut einer dänischen Studie ein doppelt so hohes Risiko, schwer am Herzen zu erkranken. Dies geht aus einer Untersuchung der Universitätsklinik Aarhus hervor, für die 138 000 Menschen zwischen 30 und 69 Jahren beobachtet wurden, wie das britische Magazin "New Scientist" in seiner Ausgabe vom nächsten Samstag berichtet.

In einem Zeitraum von zwei Jahren diagnostizierten die Mediziner bei 646 der Teilnehmer verschiedene Herzerkrankungen wie beispielsweise Infarkte. Die Wissenschaftlerin Kirsten Nielsen und ihre Kollegen fanden heraus, dass neben dem Alter das Alleinleben das Herzrisiko am meisten erhöhte.

Im Schnitt hatten die Alleinlebenden in der Studie ein doppelt so hohes Risiko für ein Herzleiden wie Menschen, die mit jemanden zusammen wohnten. Besonders gefährdet sind demnach alleinlebende Männer über 50 sowie alleinlebende Frauen über 60 Jahren: Obwohl sie nur rund 13 Prozent der Studienteilnehmer stellten, stammten fast 97 Prozent der Herztodesfälle aus dieser Gruppe.

Die dänischen Forscher haben die Ursachen für das erhöhte Risiko nicht untersucht. Sie gehen aber davon aus, dass Alleinlebende möglicherweise seltener zum Arzt gehen und sich weniger gesund ernähren. "Menschen, die allein leben, rauchen wahrscheinlich eher, ernähren sich vermutlich nicht so gut und trinken voraussichtlich mehr Alkohol", sagte Nielsen dem Magazin. Unter Umständen seien sie auch weniger in der Lage, sich auf soziale Kontakte zu stützen.

Die vergleichsweise kleinen und meist leicht zu identifizierenden Risikogruppen sollten informiert und in Vorsorgestrategien einbezogen werden, fordern die Forscher in ihrer Originalarbeit, die im Fachblatt "Journal of Epidemiology and Community Health" erschienen ist.

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