Als die Alpen noch am Äquator lagen

- Wohin und wie schnell haben sich vor 140 Millionen Jahren die Kontinentalplatten bewegt? Das hat ein internationales Forschungsteam, an dem auch Geowissenschaftler unter der Leitung von Professor Valerian Bachtadse vom Department für Geo- und Umweltwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) beteiligt sind, im Lombardischen Becken in den Südalpen erforscht.

Dazu untersuchten die Wissenschaftler Versteinerungen von kieselsäurehaltigen Mikroorganismen (Radiolarite), Kieselschiefer und Kalke. Diese Gesteine sind Überbleibsel der Ur-Ozeane. Ihre Abfolge gibt Aufschluss darüber, wie schnell sich der Meeresboden vor 140 Millionen Jahren hob und senkte, als sich der amerikanische Kontinent vom afrikanischen trennte.<BR><BR>"Dass unsere untersuchten Gesteine wirklich aus dem Gebiet der damaligen Kontinente stammen, können wir anhand ihrer Magnetisierung belegen", sagt der Geophysiker.<BR><BR>In den Sedimentschichten speicherten die Gesteine nämlich die Richtung des damaligen Erdmagnetfeldes. "Dieser so genannte Paläomagnetismus der Steine zeigt uns ihre damalige geographische Position."<BR><BR>Die Geophysiker fanden heraus, dass die Alpenregion, der auch das Lombardische Becken angehörte, im frühen Jura in tropischen Breiten, im späten Jura sogar am Äquator lag. "Danach kehrte sich die Driftbewegung, die etwa sechs Zentimeter pro Jahr betrug um, und die Region wanderte wieder nach Norden", so Bachtadse.

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