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Amazon & Co: So profitieren Sie von Achterbahn-Preisen

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Ein Smartphone oder ein Computer, die über Wochen das gleiche kosten – das war gestern. Heute regiert im Internet das „Dynamic Pricing“, die „dynamischen Preise“. Wir verraten, wie Sie von den Jojo- oder Achterbahn-Preisen profitieren können.

Händler wie Amazon ändern ihre Preise Dutzende Male am Tag. Und so kann eine gefragte Kompaktkamera wie die Sony RX100 III mal 485 Euro kosten – und ein andermal 749 Euro.

Was ist ­Dynamic ­Pricing?

Die Preisänderungen funktionieren wie an der Tankstelle zur Urlaubszeit – steigt die Nachfrage, wird’s teurer. Oder wie die Happy Hour in der Kneipe – wenn das Geschäft angekurbelt werden muss, zahlen Sie weniger. Das passiert vollautomatisch per Computer, indem die Händler beispielsweise die Angebote der Konkurrenz beobachten. Es gibt aber auch psychologische Muster. Für größere Anschaffungen wie einen Fernseher nehmen sich die Kunden meist viel Zeit, und kaufen am Abend oder am Wochenende. Dann ziehen die Preise an. Es lohnt sich also, antizyklisch einzukaufen. Zwischen 8 und 12 Uhr vormittags fahren die Preise besonders kräftig Achterbahn. Daran werden wir uns gewöhnen müssen, auch außerhalb des Internets. Denn elektronische Preisschilder am Regal, die sich zentral steuern lassen, ermöglichen künftig auch im Supermarkt oder an der Tanke solche dynamischen Preise. Die ersten Tankstellenbetreiber testen bereits höhere Preise ab 22 Uhr – wenn die Supermärkte geschlossen haben.

Wie kann ich möglichst ­billig einkaufen?

Es lohnt sich mehr denn je, die Preise auf idealo.de oder spottster.de zu vergleichen – und die Alarmfunktion für den Wunschpreis zu nutzen. Und es gibt einige Tricks, mit denen sich die dynamischen Preise ausnutzen lassen, die oft auch direkt auf den einzelnen Kunden zugeschnitten sind. Grundregel: Am interessantesten für Händler sind Neukunden, die oft mit niedrigeren Preisen angelockt werden. Deshalb sollten Sie der Software vorgaukeln, dass Sie so ein neuer Kunde sind. Dafür gehen Sie beispielsweise nicht direkt auf die Internetseite des Ladens – sondern suchen den Shop oder das Produkt per Google, und klicken dort auf den Link. Dann gelten Sie häufig als Neukunde. Die meisten Shops erkennen Sie bereits beim Aufruf der Seite. Die kleinen „Cookie“-Dateien, in denen der Browser Infos speichert, machen das möglich. Die Software kann dann aufgrund Ihrer bisherigen Käufe einschätzen, wie finanzkräftig Sie sind. Und sie weiß auch, wie „heiß“ Sie auf ein Produkt sind, weil Sie schon mehrfach danach gesucht haben. Beides kann zu einem höheren Preis führen. Das können Sie verhindern, indem Sie in den Einstellungen des Browsers die „Cookies“ löschen – oder indem Sie im „Inkognito“-Modus des Browsers surfen. Noch ein Tipp: Wenn Sie sich mit einer frischen Gratis-Mailadresse anmelden, profitieren Sie häufig auch von günstigeren Neukunden-Preisen.

Kommt es auch auf das Gerät an, mit dem ich einkaufe?

Absolut. Es gibt Beobachtungen, dass Nutzer von Apples Mac-Computern für zahlungskräftiger gehalten werden, und mehr zahlen müssen als PC-Kunden. Hier hilft es, wenn Sie am Safari-Browser im Menü „Entwickler => User Agent“ eine Windows-Version angeben, dann tarnen Sie sich als PC-Besitzer. Beim Einkaufen per Smartphone oder Tablet zahlen Sie oft mehr als am Notebook. Denn die Händler gehen davon aus, dass mobile Nutzer weniger ausführlich vergleichen. Wenn Sie dennoch mobil einkaufen, nutzen Sie dafür am besten den Browser, und nicht die Händler-App. Denn in der App sind die Preise oft höher – weil App-Nutzer angeblich keine Lust haben, lange nach günstigen Angeboten zu suchen.

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