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Youtube läuft künftig nicht mehr auf Amazons Fire-TV. 

Vorherrschaft der Videodienste

Amazon, Google, Apple kämpfen um unsere Fernseher: Das müssen Sie dazu wissen

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Amazon, Google und Apple kämpfen um die Vorherrschaft auf unseren Fernsehern. Dabei geht es um die Videodienste - und vor allem um Geld. Hier erfahren Sie, was Sie dazu wissen müssen.

Bei dem Kampf um die Vorherrschaft geht es um die Videodienste, die jeder der drei US-Riesen betreibt – und um Milliarden von Dollar. Und dabei wird mit harten Bandagen gekämpft. Die neuesten Nachrichten für deutsche Film-, Serien- und Videofans: Google-Tochter YouTube will sich am 1. Januar 2018 von den Amazon-Geräten zurückziehen. Dafür läuft Amazons Streamingdienst Prime Video mit jahrelanger Verspätung nun erstmals auf dem Apple TV. 

Wir erklären, was deutsche Zuschauer jetzt wissen müssen.

Google ­gegen Amazon

Auf Amazons Fire-TV-Stick (40 Euro) und auf der Fire-TV-Box (80 Euro) läuft bisher YouTube – eine technisch angenehm simple Möglichkeit, YouTube-Videos auf jeden Fernseher zu bekommen, selbst wenn das TV-Gerät noch nicht „smart“ ist. Und auch auf Amazons neuem Video-Lautsprecher Echo Show (220 Euro) ist YouTube bislang zu sehen. Doch damit soll ab Januar Schluss sein. 

Wenn es nicht doch noch überraschend zu einer Einigung kommt, zieht sich YouTube an Neujahr von allen Amazon-Geräten zurück. Die Apps funktionieren dann nicht mehr. Grund: Google fühlt sich von Amazon benachteiligt, weil der Versandhändler Googles Hardware nicht verkauft – weder den TV-Stick Chromecast noch den smarten Lautsprecher Home oder das Nest-Thermostat. Weitere Vorwürfe von Google an Amazon: Prime Video läuft immer noch nicht auf Chromecast. Und die YouTube-Apps sollen sich auf Amazons Geräten bewusst schlechter bedienen lassen.

Die YouTube-­Alternative

Google hofft offenbar, mit diesem Schritt mehr eigene Chromecast-Geräte zu verkaufen. Denn nach einem Aus bei Amazon wären die Chromecast-Sticks die ideale Hardware, um YouTube auf dem TV-Gerät anzusehen. Sie kosten ohne 4K-Auflösung 34 Euro und mit 4K als Chromecast Ultra 69 Euro. Leidtragende wären die Zuschauer, die in die Röhre gucken und sich für jeden Videodienst eigene Hardware anschaffen müssten – also Google-Geräte für YouTube und Amazon-Geräte für Prime Video.

Amazon und Apple

Beim erbitterten Kampf von Google und Amazon um Marktanteile ist Apple momentan der lachende Dritte. Denn seit letzter Woche läuft Amazon Prime Video erstmals auf Apples Fernsehbox Apple TV. Die App steht ab sofort auch in Deutschland zum Download bereit. Erwartet worden war sie schon seit Jahren, doch auch mit Apple lag der Versandhändler lange Zeit über Kreuz. Damit ist das Apple TV nun die einzige Fernseh-Hardware, auf der alle wichtigen Dienste laufen – Netflix, Amazon Prime Video, iTunes und YouTube. 

Apple wirbt deshalb ab sofort mit dem Slogan „Alles, was Sie sehen wollen, an einem Platz“. Damit wird Apple TV deutlich attraktiver, trotz der hohen Preise. In der Full-HD-Version kostet die Box 159 Euro, mit 4K und HDR 199 Euro. Ab 2018 will Apple seine Fernseh-Offensive fortsetzen und eine Milliarde Dollar pro Jahr für eigene Inhalte ausgeben. Hierfür wurden Hollywood-Größen wie Steven Spielberg und Jennifer Aniston eingekauft. Die Konkurrenz stellt Apple aber immer noch weit in den Schatten: Amazon gibt nächstes Jahr 4,5 Milliarden Dollar für eigene Filme und Serien aus und Netflix sogar sieben Milliarden Dollar.

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