Aufstrebender Dienst einverleibt

Amazon kauft Streaming-Plattform Twitch

New York - Der US-Versandriese Amazon will sich die Onlinespiele-Plattform Twitch einverleiben. Der Preis für den Streamingdienst geht in den Milliardenbereich.

Amazon kaufe alle ausgegebenen Aktien des vor drei Jahren gegründeten Internetunternehmens für 970 Millionen Dollar (735 Millionen Euro), teilte der Versandhändler am Montag mit. Das Geschäft sei bereits von den Aktionären gebilligt worden und solle bis Jahresende abgeschlossen sein. Es zählt zu den größten Zukäufen von Amazon bisher.

Twitch hat nach eigenen Angaben mehr als 55 Millionen Besucher pro Monat. Nutzer müssen nicht unbedingt selbst spielen. Sie können auch die Partien anderer verfolgen oder mit Mitspielern chatten. Twitch überträgt die Videospiele per Internetverbindung auf PC, Smartphone oder Tablet.

Videospiele zu übertragen und anzuschauen sei "ein weltweites Phänomen", erklärte Amazon-Gründer Jeff Bezos. Twitch habe eine Plattform geschaffen, die mehrere Millionen Menschen dazu bringe, jeden Monat Milliarden von Minuten lang Onlinespiele zu sehen.

Twitch spielt in einer Liga mit Videostreaming-Diensten wie Netflix. Eigenen Angaben zufolge ist jeder Nutzer im Durchschnitt 106 Minuten pro Tag auf der Plattform eingeloggt. Im Juli seien insgesamt 15 Milliarden Minuten zusammengekommen. Twitch profitiert dabei davon, dass die Plattform in der Playstation 4 und in Microsofts Xbox One integriert ist, den beiden meistverkauften Spielekonsolen der Welt. Einnahmen erzielt die Plattform über Werbung.

AFP

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schluss mit dem Geplärre: Smartphone-Klang verbessern
Ilmenau - Nicht selten schlummern ganze Musiksammlungen auf Smartphones. Doch Hi-Fi-Feeling kommt bei der Wiedergabe über die eingebauten Mini-Lautsprecher nicht …
Schluss mit dem Geplärre: Smartphone-Klang verbessern
Netz-Piraten schmuggeln Pornos auf YouTube
Musikvideos, Trailer, lustige Katzenclips - all das finden User bei YouTube. Pornos haben dort jedoch nichts verloren. Netz-Piraten sollen jetzt dennoch schmutzige …
Netz-Piraten schmuggeln Pornos auf YouTube
Facebook stellt unser Informations-Ökosystem auf den Kopf
Unterstützt der Papst Donald Trump? Bei Fake News lässt sich oft schwer nachvollziehen, wo sie eigentlich herkommen. Sie zu kennzeichnen, hält der Medienwissenschaftler …
Facebook stellt unser Informations-Ökosystem auf den Kopf
Zwei von drei Online-Käufern achten auf Produktbewertungen
Beim Online-Shopping lassen sich Produkte nicht ausprobieren. Viele setzen deshalb bei der Kaufentscheidung auf die Beurteilungen anderer Nutzer, zeigt eine Umfrage. …
Zwei von drei Online-Käufern achten auf Produktbewertungen

Kommentare