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Amazon will keine Rechnungen mehr verschicken.

Shitstorm nach Ankündigung

Amazon-Änderung: Viele Kunden stinksauer

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München - Künftig sollen Amazon-Kunden mit ihren Paketen keine Rechnungen mehr erhalten, sondern diese bei Bedarf selbst ausdrucken. Jetzt hagelt es Kritik für den Online-Händler.

Amazon will seinen Paketen künftig keine Papier-Rechnungen mehr beilegen - angeblich aus Umweltschutzgründen. Stattdessen können Kunden ihre Rechnung in Zukunft bei Bedarf selbst ausdrucken. Auf seiner Facebook-Seite informierte einer der weltweit größten Online-Versandhändler seine Kunden am 24. Juni mit folgender Mitteilung:

"Liebe Kunden, liebe Fans,

vielleicht habt Ihr es schon mitbekommen: Der Umwelt zuliebe werden wir den Paketen zukünftig keine Rechnungen mehr beilegen.

Die Anleitung, wie Ihr eine Bestellübersicht oder eine Rechnung bei Bedarf ausdrucken könnt, und weitere Infos findet Ihr hier."

Shitstorm auf Facebook 

Seither hagelt es Kritik. Mehr als 1.200 Kommentare von teils erbosten Kunden wurden bisher unter dem Facebook-Post abgegeben. Viele Amazon-Nutzer bestehen auch weiterhin auf eine Rechnung. "Ich benötige eine anständige Rechnung für den Fiskus. Also erwarte ich auch, dass Ihr - wie jeder Versandhändler - eine ordentliche Rechnung nach deutschem Recht beilegt!", fordert ein Kunde und verweist damit auf das Deutsche Umsatzsteuergesetz. Dort heißt es in Paragraph 14: "Rechnungen sind auf Papier oder vorbehaltlich der Zustimmung des Empfängers elektronisch zu übermitteln." Einige User schlagen in diesem Zusammenhang vor, zumindest manuell weiter eine Rechnung anfordern zu können. "Worauf man sich einigen könnte, wäre ein Häkchen "gedruckte Rechnung erwünscht". Der gleichen Meinung ist der Verfasser dieses Kommentars. "Es wäre erfreulich, wenn Kunden die Möglichkeit geboten wird so etwas in den Stammdaten zu hinterlegen, ob diese eine Rechnung benötigen bzw. diese gerne in Papierform beigelegt haben möchten." 

Umweltschutz nur ein Vorwand?

Außerdem glauben viele Nutzer nicht, dass es dem Unternehmen tatsächlich um die Umwelt gehe. Dann müsse Amazon auch die vielen Werbebeilagen und Gutscheine aus den Paketen verbannen, ist man sich einig. "Der Umwelt zu liebe solltet ihr besser mal die ganze Reklame weglassen die ihr in die Pakete stopft", lautet nur einer von vielen Kommentaren zu diesem Thema. Vielmehr gehe es Amazon um Kostenreduzierung, so der Tenor in den Beiträgen. "'Der Umwelt zuliebe' oder doch lieber 'Um Kosten zu reduzieren', weil weniger Papier benutzt wird?", will eine Facebook-Userin wissen. Ein anderer kritisiert: "Das ist wieder mal typisches Vorgehen, Kosten auf den Kunden abzuwälzen und dass unter dem Deckmantel Umweltschutz!"

vh

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