Amazon-Deutschland-Chef: Online-Einkauf muss Mehrwert bringen

- Hamburg - Der Online-Händler Amazon.com hat im vierten Quartal 2002 mit 3 Millionen US-Dollar erneut einen Gewinn verbucht. In Deutschland sei das Geschäft trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation um mehr als 60 Prozent gewachsen, sagte Ralf Kleber, Geschäftsführer der Amazon.de GmbH am Freitag in Hamburg. "Das ist das erfreulichste Quartalsergebnis in unserer achtjährigen Unternehmensgeschichte", sagte Kleber.

<P> </P><P>Weltweit ging der Gewinn für den Internet-Einzelhändler im Vergleich zum Schlussquartal des Vorjahres allerdings von rund 5 Millionen US-Dollar um 48 Prozent zurück.</P><P>Vor allem in Deutschland gebe es noch ein großes Wachstumspotenzial, sagte Kleber. "Wir sind mit derzeit rund 34 Millionen Internet-Nutzern in Deutschland noch lange nicht am Ende der Entwicklung der Online-Nutzung."</P><P>Nach Angaben des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) ist der Online-Verkauf für einen Großteil der deutschen Händler im Jahr 2002 allerdings ein Verlustgeschäft gewesen, nur jeder vierte Einzelhändler habe voraussichtlich Gewinn gemacht. "Wir machen eben unsere Hausaufgaben", sagte Kleber. Vor allem mit neuen Produktsegmenten und ständigen Preisnachlässen habe Amazon in Deutschland zugelegt. "Es ist wichtig, den Kunden klar zu machen, dass Online-Shopping nicht nur Spaß macht, sondern auch einen Mehrwert bringt." Dabei bezog er sich beispielsweise auf besondere Rabattaktionen seines Unternehmens.</P><P>Allein in der Zeit vom 1. November bis zum 24. Dezember seien bei Amazon 7,3 Millionen Artikel bestellt worden. "Wir haben mittlerweile eine Menge logistisches Potenzial", sagte Kleber. Zur Weihnachtszeit seien an Spitzentagen bis zu 250 000 Artikel ausgeliefert worden. Der Konsument habe derzeit einfach nicht entschieden mehr Geld zur Verfügung. "Diejenigen, die ihren Kunden einen Mehrwert bieten, werden auf der Gewinnerseite sein."</P>

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