Amerika-Institut kämpft ums Überleben

- Ob Irak-Krieg oder Wirtschaftsstandort USA - oft sind Leute gefragt, die sich mit Kultur und Geschichte der Weltmacht auskennen. Doch bald könnte Amerikanistik aus dem Vorlesungsverzeichnis der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) gestrichen werden - als eines der ersten Opfer der von der Regierung auferlegten Budgetkürzung (wir berichteten). "Wir können unser breites Fächerspektrum nicht aufrecht erhalten", bedauert LMU-Rektor Bernd Huber.

<P> "Amerikanistik ist sehr gefährdet, vor allem, da beide Professuren vakant werden." Endgültig entscheiden will Huber jedoch erst, wenn eine Arbeitsgruppe aus Studenten, Dekanen und wissenschaftlichen Mitarbeitern die "neue strategische Ausrichtung der Universität" geplant hat und Bemühungen um Senkung oder zeitliche Streckung der Einsparmaßnahmen scheitern.<BR><BR>"Wir garantieren aber allen Studierenden die Möglichkeit, ihr Studium abzuschließen", verspricht Huber. Nach 2005 werde es also zumindest noch ein Notprogramm geben, beteuert Departments-Direktorin Ulla Haselstein, die die Lage als "ernst, aber nicht hoffnungslos" einschätzt und auf die Position des Departments als nationaler Spitzenreiter verweist. Außerdem bleibe noch Zeit, Fürsprecher, wie den amerikanischen Generalkonsul, zu finden. "Wir tun, was wir können", versichert Haselstein. </P><P>Aber auch die 1000 Studenten setzen sich für den Erhalt ihres Instituts ein. "Wir haben Rektor Huber, verschiedene Stiftungen und Unternehmen angeschrieben", meint Martin Kalscheuer von der Fachschaft Amerikanistik. Ein verringertes Studienangebot würde nämlich zu Lasten von Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft gehen. "Wir wollen nicht, dass es ein anderes Institut an unserer Stelle trifft", betont Fachschaftsvertreter Marco Eißing, "sondern Alternativlösungen finden." Zu diesem Zweck versammeln sich Studenten, wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren heute, 11.11.2003, um 13 Uhr in der Schellingstraße 3. </P><P>Internet: www.amerikanistik.org </P>

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