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Die Frage nach dem Warum beschäftigt Winnenden.

Amoklauf: Spurensuche und mögliche Gründe

Die Suche nach Antworten: Warum rasten Menschen aus und schießen um sich, was verbindet die Amokläufer und warum kann niemand die Taten verhindern?

16 Tote - das ist die traurige Bilanz des Amoklaufs an der Albertville-Schule in Winnenden. Man hätte das Unglück verhindern können, davon ist Kriminalpsychologe Jens Hoffmann überzeugt. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt er ein Frühwarnsystem, das er mitentwickelt hat und das potentielle Gewalttäter früher erkennen soll.

Er sieht keine Verbindung mit dem Amoklauf in Alabama, der am selben Tag bekannt wurde. Die Vorbereitungszeit auf eine solche Tat dauere gewöhnlich viel länger. In einem weiteren Text geht der SZ-Autor der Frage nach dem Warum nach. Oft fehle Amokläufern eine Vertrauensperson. Von Mitschülern ernteten sie nur Spott, heißt es in dem Artikel.

Auch Welt Online kommt zu dem Schluss, dass ein Amoklauf oft ein Entladen von über längere Zeit angestaute Wut ist. Quellen für die Behauptung gibt die Zeitung allerdings nicht an. Ein Porträt der Stadt, die nun zu traurigem Ruhm kommt, gibt es auch bei Welt.de.

In einem lesenswerten Artikel ging ein Autor der Zeit schon 2006 auf Spurensuche. Oft richte sich die Gewalt der Täter gegen die Umstände, die ihnen das Leben erschwerten. Die Tat sei mit dem Wunsch verbunden, einmal die totale Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Der Artikel arbeitet die Gemeinsamkeiten der Amokläufer aus, die alle Waffennarren waren und ihre Freizeit mit Computerspielen verbringen. Eine Chronik der Amokläufe an Schulen gibt es bei der Süddeutschen Zeitung - die Fälle reichen bis 1966 zurück.

Man darf damit rechnen, dass nun wieder ein Verbot von Kampfspielen diskutiert werden wird. Computerspieler sehen dem Gesprächsthema mit Argwohn entgegen. In einem Forum für PC-Spiele drückt ein Nutzer den Angehörigen sein Beileid aus und fragt in die Runde: "Freut ihr euch auch schon wieder auf die hochkompetenten Nachrichten über Killerspiele?" Und Journalist Mario Sixtus fragte kurz nach der Tat: "Spekulation: Der Amokläufer kam a) über Schützenverein an die Waffen und spielt b) Counter Strike. Frage: Worüber wird diskutiert werden?" 

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