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Verleiten solche Bilder zu Gewalt? Screenshot aus dem Spiel Counter-Strike.

Leidige Diskussion zu Verbot von Computerspielen

Nach dem Amoklauf von Winnenden ist wieder die Diskussion um ein Verbot für Computerspiele entbrannt. Experten sehen die Probleme jedoch ganz woanders.

Nachdem während den Ermittlungen zum Amoklauf in Winnenden herauskam, dass Tim K. Computerspiele besaß, ist nun wieder die Diskussion um ein Verbot entbrannt. Nicht nur aus den technik-affinen Blogs hagelt es Kritik.

Die Schule als Ort der Demütigungen beschreibt der Psychiater und Amokforscher Lothar Adler für den NDR. Außerdem erklärt er die vielfältigen Gründe für einen Amoklauf. Computerspiele gehören nicht dazu. Auch der Erziehungswissenschaftler Dr. Freerk Huisken sieht die Schulen in der Pflicht. Er beschreibt in einem vierteiligen Vortrag die Schule als ein System, das Verlierer und Gewalt produziert, steht im Blog Citronengras. Dort ist der Vortrag als Audiodatei verlinkt (via Nerdcore).

Der Tagesschau sagte der Medienwissenschaftler Achim Hackenberg, dass Gewaltdarstellungen in Spielen keine direkten Einflüsse auf Jugendliche haben. Vielmehr suchten sich Jugendliche Spiele, die zu ihrer Lebenssituation passen.

Auch der Deutsche Kulturrat beschäftigt sich mit Computerspielen und der Frage: Kulturgut oder Schund? Der Branchendienst Golem schreibt, dass der Rat neuerdings ein Sachbuch zum Thema kostenlos im Internet zur Verfügung stellt (Link zum PDF). Der Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, spricht sich gegen eine Verschärfung der Jugendschutzgesetze aus. Vielmehr solle man bestehende Regelungen konsequent durchsetzen.

Eine kurze Blogschau zum Thema: Das Fernsehblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fragt sich, warum Mütter aus Winnenden nach dem Amoklauf den Kameraleuten von ihren verängstigten Kindern erzählen, statt bei ihnen Zuhause zu sein. Lukas Heinser von Coffee and TV glaubt, dass Schüler nicht Amok laufen wegen ihres Musikgeschmacks oder Computerspielen, sondern weil sie einfach jung sind. Und junge Menschen interessieren sich weniger für Klassik als für Modernes.

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