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Dafür zahl ich nicht ist der Slogan der Kampagne.

"Dafür zahl ich nicht": Kampagne gegen Doof-TV

Wenn das Essen im Restaurant eklig ist, kriegt der Gast sein Geld zurück. Doch keiner zahlt, wenn das TV-Programm eklig ist. Eine Anti-GEZ-Kampagne kritisiert das.

Die GEZ wirbt in einem Spot mit der Logik: Beim Bäcker und Restaurant zahl ich. Für's Fernsehen also auch. Der Denkfehler: Ist das Essen ungenießbar und die Brötchen wabbelig, kann man sein Geld zurückverlangen. Diese Idee hat das satirische Blog fernsehkritik.tv für seine GEZ-Gegenkampagne "Dafür zahl ich nicht" genutzt.

Im Spot sagt ein junger Mann: "Wenn ich in ein Restaurant gehe und für das Essen bezahle, erwarte ich natürlich ordentliche Qualität, und nicht irgendsone Pampe. Zuhause hab ich Fernseher und Radio. Dafür zahl ich auch - ich muss ja, sonst kommen die Schnüffler von der GEZ. Aber doofes Fernsehen krieg ich woanders kostenlos." Dann zieht er den Reißverschluss seines Pullis runter. Man sieht sein T-Shirt, auf dem steht: Dafür zahl ich nicht.

Man darf die Aktion nicht falsch verstehen: Die Kampagne richtet sich nicht gegen das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Sie kämpft für dessen Qualität. Im Erklärungstext schreiben die Initiatoren (Originaltext von uns gekürzt): "ARD und ZDF verlieren im Informationsbereich immer mehr an Glaubwürdigkeit, im Film- und Serienbereich erheblich an Niveau. ARD und ZDF zeigen eine erschreckende Ideenarmut. Zugleich werden anspruchsvolle Programmteile immer mehr ins Nachtprogramm verdrängt." Das Video soll per Download verbreitet werden.

Kritik an der Programmpolitik der öffentlich-rechtlichen Sender wird immer wieder geübt. Zuletzt regte sich die Medienlese über den Sendeplatz des oscarprämierten Kurzfilms "Spielzeugland" auf. Erst kurz zuvor war der Film auf internationaler Bühne ausgezeichnet worden, da versenkte die ARD ihn im Nachtprogramm.

Wichtigstes Argument der Gebührenverteidiger ist, dass nur durch dieses Geld unabhängiger Journalismus stattfinden kann. Was er an diesem Journalismus vermisst, erklärt der Autor von medien-gerecht.de. In einem Essay für die Bundeszentrale für politische Bildung hat der Medienjournalist Stefan Niggemeier niederschmetternd sein Bild von ARD und ZDF beschrieben. (via heise)

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