Neue App gegen Alpträume

London - Ein britischer Forscher will Schluss machen mit Alpträumen - und zwar per Smartphone. Die App „Dream:ON“ soll die Träume ihrer Nutzer verschönern. Wie das funktionieren soll:

Entwickelt wurde die App von einem Team um Professor Richard Wiseman von der Universität im englischen Hertfordshire. Seit Dienstag kann sie heruntergeladen werden. Die App misst den Machern zufolge die Schlafphasen der Anwender und soll mit speziellen „Klanglandschaften“ die Träume der Probanden positiv beeinflussen.

Das große Lexikon der Traumsymbole

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„Gut zu schlafen und angenehme Träume zu haben hebt die Produktivität und ist lebenswichtig für das körperliche und geistige Wohlergehen“, erklärte Wiseman. „Bisher wissen wir nur wenig darüber, wie man Träume beeinflussen kann. Dieses Experiment soll das ändern.“

Vor dem Schlafengehen neben dem Bett abgelegt, soll das Smartphone-Programm die Bewegungen des Schläfers registrieren und dadurch berechnen können, in welcher Schlafphase sich die Person befindet. Im richtigen Moment soll das Handy dann sogenannte „Soundscapes“, mit Namen wie „Meeresblick“, „Space Shuttle“ und „Entspannender Regenwald“ abspielen. Die Melodien sollen beim Träumer unbewusst angenehme Situationen hervorrufen, wie fliegen zu können, durch den Wald zu spazieren oder am Strand zu liegen.

Das Programm ist gleichzeitig ein „soziales Massen-Experiment“, von dem sich die Entwickler tausende Teilnehmer erhoffen. Am Ende jedes Traumes weckt ein sanfter Weckruf den Teilnehmer auf, damit dieser dann seinen Traum in einer „Traumfänger-Datenbank“ im Internet eintragen kann. Die Inhalte der Träume können auf Internetplattformen wie Facebook und Twitter geteilt und Personen in ihnen markiert werden.

Bislang gibt es die App nur für für iOS von Apple, eine Version für weitere Smartphone-Systeme soll im Laufe dieses Jahres folgen.

dpa

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